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Israel Heute Morgen

Endlich wieder Wochenende. Es war keine einfache Woche hier bei uns in Israel. Ein paar Worte über Amona und die Siedlungen, die Amerikaner, die sich erstmals zu den Siedlungen äußern, eine Araberin, die einen Polizeiwagen rammt und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Endlich wieder Wochenende. Es war keine einfache Woche hier bei uns in Israel. Sie war bestimmt von den Ereignissen in Amona. Gestern ist die Räumung der Siedlung beendet worden. Ich gebe zu, dass ich früher diese kleine Siedlung nicht gekannt habe. Natürlich habe ich damals im Jahr 2006 von ihr gehört, als sie das erste Mal geräumt wurde. Damals gab es sehr unschöne Szenen und zahlreiche Verletzte. Aber ich habe danach nicht mehr daran gedacht. Ich dachte mir, noch eine Siedlung unter vielen. Ich denke, dass es persönliche Gründe hatte, dass mich die Siedlungen damals nicht sonderlich interessiert hatten. Unsere Kinder waren noch klein, wir waren mit uns selbst beschäftigt.

Heute Abend beginnt der erste Shabbat ohne Amona. Die ehemaligen Bewohner werden ihn in Ofra verbringen. Keiner weiß, wie es jetzt weitergehen wird. Netanjahu hat ihnen versprochen, eine neue Siedlung zu bauen. Aber ob dieses Versprechen wirklich eingehalten werden kann? Gestern meldete sich die neue amerikanische Regierung von Donald Trump. Bis jetzt hatte man von dort nichts gehört. Bei uns wurde der Bau Tausender neuer Wohnungen in Judäa und Samaria angekündigt, unsere Regierung fühlte sich euphorisch seit der Vereidigung Donald Trumps zum Präsidenten. In ihrer Nachricht äussert sich die Regierung Trumps erstmals zu den Siedlungen. Man sehe in den Siedlungen kein Hindernis für einen Frieden, jedoch sei der Bau von neuen Siedlungen oder die Ausweitung bestehender Siedlung für das Erreichen des Friedens nicht hilfreich, hieß es in der Nachricht. Als würde man Israel sagen: „Nu, nu, nu, bitte übertreibt nicht, immer mit der Ruhe!“ Man hatte ja schon gleich nach der Vereidigung von Trump darum gebeten, keine einseitigen Entscheidungen zu treffen. Naja, unsere Regierung konnte wohl nicht mehr länger warten. Nach diesen 8 schweren Jahren mit Obama als US-Präsident, musste man jetzt endlich etwas tun. Am 15. Februar werden sich Donald Trump und Benjamin Netanjahu treffen. Ich bin neugierig, was das Ergebnis ihrer Gespräche sein wird. Ob Trump dann noch immer der gute und beste Freund Israels sein wird?

Und was geschah gestern noch? Am Eingang zur Siedlung Adam im Landkreis Benjamin hat eine Araberin mit ihrem Auto ein Polizeiwagen und das Tor zur Siedlung gerammt. Dabei wurden zwei Polizisten und der Wachmann am Eingangstor leicht verletzt. Auch die Araberin verletzte sich leicht und wurde noch vor Ort medizinisch versorgt und dann festgenommen. War es nun Terror oder nicht? Die Polizei sagte später, dass die Araberin absichtlich mit dem Polizeiwagen zusammengestoßen wäre, sie es aber aus „persönlichen Gründen“ getan hätte.

Draußen ist es etwas wärmer geworden. Das Wochenende soll schön werden. Bis Sonntag sollen die Temperaturen weiter ansteigen, erst ab Montag soll es dann wieder kälter werden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit weiterem Temperaturanstieg. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 11 Grad, Tel Aviv 15 Grad, Haifa 13 Grad, Tiberias am See Genezareth 16 Grad, am Toten Meer 18 Grad, Eilat am Roten Meer 19 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren halben Zentimeter angestiegen und liegt nun bei -213.375 m unter dem Meeresspiegel.

Einem angenehmen Shabbat steht also nichts mehr im Wege. Ich hoffe, dass auch die ehemaligen Bewohner Amonas einen schönen Shabbat mit ihren Familien haben werden. Die Familie ist unser Zuhause, ganz egal, wo wir uns befinden. Ein neues Haus kann man überall bauen (aber nur dort, wo es erlaubt ist!), aber die Familie ist einmalig und das allerwichtigste.

Ich wünsche uns allen, liebe Leser, ein angenehmes Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Machen Sie es gut.

Shabbat Shalom aus Modiin!

Dov

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Patrick Callahan

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