Israel Heute Morgen

Zurück in den Alltag. Heute beginnt wieder die Schule, die einwöchigen Chanukka-Ferien sind zuende. Ein paar Worte über die Rückkehr in den Alltag, die Heimkehr der verletzten Israelin aus Istanbul und Warnungen vor Reisen in die Türkei, eine Tragödie in Jerusalem und natürlich das Wetter für heute in Israel.

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Guten Morgen liebe Leser!

Zurück in den Alltag. Heute beginnt wieder die Schule, die einwöchigen Chanukka-Ferien sind zuende und mein jüngster Sohn muss sich wieder an die israelische Zeitzone gewöhnen, das heisst früher ins Bett gehen. In den letzten Tagen sah es so aus, als würde er sich nach der Zeit in England richten. Wir haben hier bei uns viel zu viele Ferien. Ende Januar ist das erste Halbjahr schon beendet, dabei hatte das Schuljahr doch gerade erst begonnen. Die nächsten längeren Ferien wird es dann wieder zu Pessach geben, Anfang April. Und dann ist es bis zum Ende des Schuljahres nicht mehr weit. Die Zeit rennt.

Vom Wetter gibt es nichts Neues. Gestern hatten wir einen netten Wintertag mit recht viel Sonne. Auch jetzt scheint die Sonne und der Himmel ist wolkenlos. Nachts und am frühen Morgen ist es allerdings recht kalt. In Beersheva und in der Negev-Wüste gingen die Temperaturen in der Nacht auf bis zu 3-4 Grad zurück, sogar im sonst heißen Eilat war es mit 8 Grad so richtig kalt. Erst am Donnerstag soll es dann wieder etwas wärmer werden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Vereinzelte Regenschauer im Norden und an der Küste mit vereinzelten Gewittern. Auf dem Hermon-Berg wird es schneien. Leichter Temperaturrückgang, für die Jahreszeit zu kalt. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 10 Grad, Tel Aviv 15 Grad, Haifa 13 Grad, Tiberias am See Genezareth 17 Grad , am Toten Meer 20 Grad, Eilat am Roten Meer 17 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt bei -213.60 m unter dem Meeresspiegel.

Irgendwie hat das neue Jahr nicht gut angefangen. Der Terroranschlag von Istanbul hat uns gezeigt, mit welcher Realität wir wohl auch im Jahr 2017 klarkommen müssen. Noch gestern ist die beim Anschlag verletzte Israelin mit zwei ihrer Freundinnen, die mit einem Schock davongekommen waren, wieder in Israel gelandet. Ihre Freundin Lian war nicht mit dabei, sie kam durch die Schüsse des Terroristen ums Leben. Ihre Leiche soll im Laufe des Tages in Israel eintreffen. Hätte sie doch auf ihren Vater gehört, der sie vor der Reise in die Türkei gewarnt hatte. Der Terror macht auch vor Arabern nicht halt. Das auswärtige Amt in Israel warnt ausdrücklich vor Reisen in die Türkei, diese Warnung gilt für alle Bürger des Landes, nicht nur für die jüdische Bevölkerung. So ein sinnloser Tod eines 19-jährigen Mädchens.

Als ich gestern auf dem Weg nachhause war, wurde im Radio von einem Wohnungsbrand in Jerusalem berichtet. Wenig später wurde gemeldet, dass durch das Feuer eine Mutter und ihre 4 Töchter ums Leben gekommen waren. Schrecklich. Aber es kam noch schlimmer. Als ich bereits zuhause in Modiin angekommen war, sprach man in den Nachrichten von der Möglichkeit, dass nicht alle Opfer durch das Feuer ums Leben gekommen wären. Heute früh las ich dann in der Zeitung, dass die Mutter sich erhängt hatte und zuvor höchstwahrscheinlich das Zimmer ihrer Kinder in Brand gesteckt hatte, zusammen mit ihren 4 Töchtern. Danach nahm sie sich das Leben. Sie hätte in der letzten Zeit unter Depressionen gelitten, hieß es. Eine grausame Geschichte, was muss das für ein Anblick für die Feuerwehrmänner gewesen sein. Diese Tragödie ist heute natürlich auf den Titelseiten der Tageszeitungen.

Schade, dass Chanukka schon wieder vorbei ist. Das tägliche Anzünden der Kerzen ist etwas, an das man sich gewöhnen kann, es hat uns gestern richtig gefehlt. Es ist ein Moment, an dem sich die ganze Familie versammelt. Das ist ein netter Moment, vielleicht sollte man so etwas ähnliches auch im Alltag machen. Einen Moment, wo die ganze Familie zusammen ist. Das ist etwas, was im Laufe der Zeit irgendwie verlorengegangen ist. Es müssen ja nicht immer Sufganiot sein, die die Familie zusammen bringen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen angenehmen Montag und eine gute erste Arbeitswoche im neuen Jahr. Machen Sie es gut.

Shabbat Shalom aus Modiin

Dov

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