Israel Heute Morgen

Die Ruhe vor dem Sturm. Ein paar Worte über den Sturm, der am Wochenende über ganz Israel hinwegziehen wird, eine letzte vereitelte Brandstiftung, die Hilfe für die vom Feuer geschädigten Bürger und natürlich das Wetter für heute in Israel, das diesmal alles andere als langweilig werden wird.

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Guten Morgen liebe Leser!

Die Ruhe vor dem Sturm. Im Norden soll es bereits vereinzelte Regenschauer gegeben haben. Am Nachmittag soll es dann auch an der Küste und im Zentrum des Landes anfangen zu regnen. Der richtige Sturm beginnt dann in der kommenden Nacht. Und das soll ein richtig schöner Wintersturm werden. Im Radio wurde empfohlen, dass wir uns auf den Sturm vorbereiten sollten. Gegenstände sollen gefestigt werden, damit der starke Wind sie nicht umkippt, die Dächer und besonders die Dachrinnen sollten gereinigt werden, damit das Wasser fließen kann. An einigen Stellen kann es zu Überschwemmungen kommen. Das passiert leider jedes Jahr. Tiefliegende Stadtteile sind besonders gefährdet. Oft hilft dann nur noch ein Gummiboot. Wie Sie sehen, geht das Wetter hier bei uns von einer Extreme in die andere. Wochenlang war es hier knochentrocken, jetzt soll das Land überflutet werden. Für den Norden das Landes wurden 100 mm Regen vorhergesagt, innerhalb von zwei Tagen, das ist sehr viel, der Jahresdurchschnitt liegt immer so um die 400 mm.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Meist bewölkt und kälter. Starke südwestliche Winde, Sandstürme im Süden. Vereinzelte Schauer. Gegen Abend zum Teil starke Regenfälle, begleitet von Gewittern, besonders im Norden und an der Küste. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 16 Grad, Tel Aviv 20 Grad, Haifa 19 Grad, Tiberias am See Genezareth 22 Grad, am Toten Meer 23 Grad, Eilat am Roten Meer 23 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt derzeit bei -213.825 m unter dem Meeresspiegel.

Also langweilig wird es nicht werden. Ich habe den richtigen Zeitpunkt für ein Wochenende im Norden des Landes ausgesucht. Morgen fahren wir nach Tiberias. Wir sind dort schon lange nicht mehr gewesen, zu lange nicht mehr. Wir wollen einmal um den Genezareth-See herumfahren. Als wir das Zimmer gebucht hatten, wussten wir natürlich nicht, dass es stürmisch und verregnet sein wird. Aber das soll uns das Wochenende nicht vermiesen. Ganz im Gegenteil. Der Regen ist ein Segen für uns und wir werden ihn mit viel Liebe begrüssen, auch der Genezareth-See wird sich freuen. Ich werde Ihnen, liebe Leser, natürlich einige Bilder aus dem Norden mitbringen.

Der Regen wird dann auch die Waldbrandgefahr beenden. Gestern wurden tatsächlich noch drei Araber auf frischer Tat ertappt, als sie versuchten, ein Feuer zu legen. Israelische Soldaten wurden in der Nähe eines Kontrollpunktes an der Strasse 5 auf drei Araber aufmerksam, die dabei waren, Büsche und Sträucher anzuzünden. Ich hoffe sehr, dass sich so etwas in Zukunft nicht wiederholen wird.

Gestern erzählte ich Ihnen von den Problemen der Menschen, deren Häuser von den Bränden beschädigt worden sind. Es ging darum, wer für den Schaden aufkommen wird. Nur der Staat, da es sich um Brandstiftung handelte oder auch die Versicherungen, denn diese zahlen wesentlich mehr. Die vier grössten Versicherungsgesellschaften haben sich gestern bereiterklärt, ihren Kunden den Schaden zu ersetzen, auch wenn es sich um einen Terrorakt gehandelt hat. Das scheint mir mehr als fair zu sein. Denn warum haben viele Menschen jahrelang die Versicherungsprämien gezahlt, nur um am Ende dann vom Staat viel weniger zu bekommen. Und wer keine Versicherung hatte, bekommt jedenfalls die Hilfe vom Staat. Manchmal darf man sich eben nicht stur nach den Bestimmungen verhalten, sondern muss etwas Menschlichkeit und Verständnis für die besondere Situation zeigen. So oder so wird es sine gewisse Zeit dauern, bis die Schäden repariert sein werden und die Menschen in ihre Wohnungen zurückkehren können.

Und nun warten wir alle auf den Sturm. Draußen scheint noch die Sonne, es ist fast windstill. Die Ruhe vor dem Sturm eben.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Mittwoch, machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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