Israel gerührt von freundlicher Geste des ägyptischen Präsidenten

A-Sisi begrüßt im Rollstuhl sitzende israelische Ministerin persönlich und setzt damit ein weiteres Zeichen für die Annäherung zwischen Israelis und Arabern

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Ägypten
Foto: Screenshot

Der ägyptische Präsident Abdel-Fattah el-Sissi hat am Montag die Herzen der Israelis erobert, als er die israelische Energieministerin Karine Elharrar vor einer überfüllten Konferenz in Kairo mit einer herzlichen und freundlichen Geste begrüßte.

Die Geste, die im untenstehenden Video zu sehen ist, war ein weiteres Zeichen für die auftauenden Beziehungen zwischen Israel und der arabischen Welt im weiteren Sinne. Israel und Ägypten haben seit 1979 offiziell Frieden geschlossen, doch die meiste Zeit dieser Zeit waren die Beziehungen kalt.

Die öffentliche Begegnung zwischen Sisi und Elharrar auf der ägyptischen Erdölmesse in dieser Woche war jedoch alles andere als kühl.

Nachdem der ägyptische Staatschef unter großem Jubel und stehenden Ovationen das Auditorium betreten hatte, begrüßte er zunächst alle Anwesenden, dann schritt er durch den Saal hinüber zu Elharrar, die dort in einem Rollstuhl saß, und hieß sie persönlich willkommen.

Zu denjenigen, die von dieser Geste sehr gerührt waren, gehört auch Premierminister Naftali Bennett.

Ein Sprecher von Elharrar erklärte später: „Dass Sisi auf die Ministerin zugegangen ist und gesagt hat, er freue sich, dass sie gekommen ist, und sie eingeladen hat, wiederzukommen, ist sehr erfreulich und zeigt, dass Beziehungen, die früher geheim waren, jetzt öffentlich geworden sind.“

Karine Elharrar, das Kind jüdischer Einwanderer aus Marokko, leidet an Muskeldystrophie. Sie machte Ende letzten Jahres internationale Schlagzeilen, als sie an der Klimakonferenz COP26 in Glasgow teilnahm, die nicht behindertengerecht war. Am Veranstaltungsort angekommen, war sie gezwungen, in ihr Hotel zurückzukehren, was eine Welle der Empörung auslöste und eine aufrichtige Entschuldigung des britischen Premierministers Boris Johnson zur Folge hatte.

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