Intel kauft Moovit

Intel bezahlt 900 Millionen Dollar für israelisches Unternehmen

von Michael Selutin |
Eingan zu den Büros von Moovit Foto: Flash90

Der amerikanische Chiphersteller Intel hat ein weiteres israelisches Technologieunternehmen gekauft, und zwar zum ansehnlichen Preis von 900 Millionen Dollar, wobei das Unternehmen weitere 100 Millionen Dollar zahlt, um die Angestellten langfristig an Intel zu binden.

Das in Tel Aviv ansässige Moovit bietet eine kostenlose App an, die Informationen über öffentliche Verkehrsmittel, hauptsächlich Strecken und Fahrpläne, zur Verfügung stellt. Dabei greift die App auch auf Live-Informationen der weltweit immerhin 800 Millionen Nutzer zu. Anhand dieser Informationen wird in Echtzeit der beste Weg zu seinem Ziel errechnet.

Die Akquise von Moovit hat für Intel strategische Bedeutung, besonders nachdem der amerikanische Chipgigant vor etwa drei Jahren das Jerusalemer Unternehmen MobilEye für eine Rekordsumme von 15,3 Milliarden Dollar gekauft hat. Moovit und MobilEye ergänzen einander perfekt. Moovit sammelt Daten der Nutzer während ihrer Reise, während MobilEye Daten der Autos sammelt, in denen sich Menschen fortbewegen. Zusammengenommen können diese Daten ein umfassendes Bild über die Situation auf den Straßen erstellen, das Vorhersagen über den Verkehr erlaubt und langfristig das autonome Fahren ermöglicht.

Moovit Mitarbeiter
Mitarbeiter von Moovit haben Grund zum Feiern

„Die riesige globale Benutzerbasis von Moovit, die proprietären Transportdaten, die globale Redaktionsgemeinschaft, starke Partner des Transit- und Mobilitätsökosystems und ein hochqualifiziertes Team macht das Unternehmen zu einer großartigen Investition“, sagte Amnon Shashua, Geschäftsführer von MobilEye. Wie MobilEye wird auch Moovit seine Eigenständigkeit und Belegschaft größtenteils behalten, ebenso seinen Sitz in Tel Aviv. Interessant sind die 100 Millionen Dollar für die Angestellten, denn es zeigt sich hier, dass Intel vor allem Interesse an den Menschen zu haben scheint, die Moovit so erfolgreich gemacht haben.

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