Israel

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Indirekte Gespräche zwischen Israel und der Hamas

Israel und die Hamas führen indirekte Gespräche mit amerikanischer Beteiligung, um eine Lösung für die humanitäre Krise im Gazastreifen zu finden. Das bestätigte erstmals ein hoher Diplomat aus Katar.

Der für Gaza verantwortliche katarische Botschafter Mohammed El-Emadi bestätigte in einem Interview, dass Israel indirekte Verhandlungen mit der Terrororganisation Hamas führt, um eine Lösung für die humanitäre Krise im Gazastreifen zu finden.

Bild: Gaza (Foto: Wissam Nassar/Flash90

Es handelt sich herbei um das erste Mal überhaupt, dass ein hoher mit Gaza verbundener Diplomat das Stattfinden von Gesprächen dieser Art bestätigt hat. El-Emadi sagte einer chinesischen Nachrichtenagentur, dass die Vereinigten Staaten mit in den Gesprächen einbezogen seien, allerdings habe man noch keine Einigung zwischen den Seiten erreichen können.

El-Emadi wird von allen Parteien, Israel, den USA und der Hamas, hoch angesehen. Er hat von Israel freien Zugang zum Gazastreifen bekommen und ist mit den israelischen Sicherheitsdiensten in ständigen Kontakt.

Indirekte Gespräche, Netanjahu und Hamas-Chef Yahya Sinwar (Foto: Abed Rahim Khatib, Tomer Neuberg/Flash90)

Er sagte, dass die USA mehrere Vorschläge für die Sanierung des Gazastreifens gemacht hätten, wir Projekte zur Sanierung der Infrastrukturen für die Wasser- und Stromversorgung, sowie der Schaffung von Arbeitsplätzen.

„Wir forderten von den Israelis die Aufhebung der Blockade des Gazastreifens, dies haben wir besonders betont. Wir arbeiten daran, haben aber noch kein Ergebnis“, sagte El-Emadi. Was die Hamas als Gegenleistung dafür geben würde, sagte der Diplomat nicht.

In der vergangenen Woche wurde berichtet, dass der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman sich mit dem Präsidenten Zyperns auf einen Plan zum Bau eines Hafens geeinigt hätten, der der für Schiffe bestinnt ist, die Güter für den Gazastreifen liefern. Allerdings sei der Bau des Hafens an die Bedingung gekoppelt, dass die Hamas die Leichen der Soldaten Goldin und Shaul sowie zwei israelische Zivilisten, die von der Terrororganisation festgehalten werden, zurückgeben. Dafür würde sich Israel zusammen mit den USA an der Sanierung des Gazastreifens beteiligen.

Abbas besorgt

Mahmud Abbas (Foto: Flash90)

Palästinenserchef Mahmud Abbas scheint die Diskussionen für eine Regelung der Situation im Gazastreifen mit Sorge zu betrachten. Sollte es zu einer Einigung im Gazastreifen kommen, könnte dies eine Abspaltung Gazas von der sogenannten „Westbank“, dem von Abbas und seiner Autonomiebehörde kontrolliertem Gebiet, bedeuten. Um diesem vorzubeugen, hat er sich in der vergangenen Woche mit dem ehemaligen palästinensischen Ministerpräsidenten Salah Fahid getroffen, um mit ihm über die Errichtung einer Einheitsregierung zu sprechen, die auch von der Hamas akzeptiert werden soll, als Vorbereitung zu Wahlen. Damit möchte Mahmud Abbas die von ihn befürchtete mögliche Abspaltung des Gazastreifens verhindern.

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Patrick Callahan

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