Im Süden nichts Neues

Auch an diesem Wochenende randalierten um die 20.000 Araber im Gazastreifen am Grenzzaun, verbrannten Reifen und warfen Sprengkörper auf israelische Soldaten. Als Folge wurde die Fischereizone vor Gaza wieder begrenzt.

Nachdem auch an diesem Wochenende wieder um die 20.000 Araber im Gazastreifen am Grenzzaun zu Israel randalierten, dabei Reifen verbrannten, Granaten und Sprengsätze auf israelische Soldaten warfen, hat Verteidigungsminister Avigdor Liberman angeordnet, die Fischereizone vor der Küste Gazas wieder von bisher 9 Meilen auf 6 Meilen zu begrenzen.

Die Entscheidung dazu war das Ergebnis von Beratungen zwischen Liberman mit hochrangigen Offizieren der israelischen Armee und des Sicherheitsdienstes. Weiter ordnete er an, weitere Schritt vorzubereiten für den Fall, dass die gewalttätigen Vorfälle am Grenzzaun fortgesetzt würden.

Am vergangenen Freitag versammelten sich erneut um die 20.000 Araber im Rahmen des „Marsches der Rückkehr“ am Grenzzaun. Dabei verbrannten sie Reifen und warfen explosive Gegenstände auf die israelischen Soldaten. Besonders die Bewohner des Kibbutz Kerem Shalom leiden unter dem schwarzen und dicken Rauch der verbrannten Reifen. Dort wurde bereits in Erwägung gezogen, den Kibbutz zu verlassen.

Dicker Rauch im Kibbutz Kerem Shalom

Insgesamt sieben Feuer brachen am Freitag in israelischen Landkreisen an der Grenze zum Gazastreifen, nachdem von dort wieder Feuerballons in Richtung Israel gestartet worden waren.

Als Reaktion auf die Angriffe gegen die israelischen Sicherheitskräfte flog die Luftwaffe zwei Angriffe auf Stellungen der Hamas im Gazastreifen.

Bei den Unruhen kamen am Freitag drei Araber ums Leben, darunter ein 12 Jahre alter Junge, der der Aufforderung der Hamas gefolgt war und sich an den Ausschreitungen am Grenzzaun beteiligte.

Bild: Auch an diesem Wochenende wurden wieder Reifen verbrannt sowie Steine und Sprengsätze auf israelische Sicherheitskräfte geworfen (Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90)

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