Israel

Israel

Holocaust-Gedenktag: Israelis sehen Erinnerung verblassen

Die Mehrheit der Juden glaubt, dass der Holocaust in wenigen Jahren nur noch als ein vages Ereignis gesehen wird. Zeitgleich eröffnet in Yad Vashem die Austellung „Kinder im Holocaust: Sterne ohne Himmel“.

Anlässlich des heutigen Holocaust-Gendenktages in Israel ist eine Studie zum Umgang mit der Erinnerung an den Holocaust veröffentlicht worden. Mehr als 80 Prozent der Juden in Israel glauben, dass der Holocaust der Nazis in wenigen Jahren nur noch als ein vages, historisches Ereignis gesehen werden wird.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Organisationszentrums für Holocaust-Überlebende in Israel und des Instituts für Geokartographie ist die Mehrheit der Israelis der Ansicht, dass der Genozid sehr bald nur noch als eines von vielen schwierigen Ereignissen in der jüdischen Geschichte wahrgenommen wird.

„Diese Zahlen sind alarmierend und sollten dem Bildungssystem und allen Organisationen, die sich den Opfern des Holocausts widmen, dazu veranlassen, ihre Bildungsagenda zum Holocaust für die künftigen Generationen zu überdenken“, erläuterte Colette Avital, Leiterin des Organisationszentrums für Holocaust-Überlebende laut Ynet.

Avner Shalev, Vorsitzender der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, erklärte, dass die internationale Schule für Holocaust-Studien des Instituts bereits Pläne bereitstellt, wie die Erinnerung an den Holocaust auch zukünftig erhalten werden kann.

Einen Schritt in diese Richtung hat Yad Vashem vor wenigen Tagen getan. „Kinder im Holocaust: Sterne ohne einen Himmel“ heißt eine neue Ausstellung, die Einblick in die Welt der rund 1,5 Millionen Kinder, die im Holocaust umgekommen sind, gibt. Die Ausstellung zeigt persönliche Gegenstände, Schriftstücke und Bilder von jüdischen Kindern aus dieser Zeit, die ihnen als Trost, Ausdrucksmöglichkeit oder Spielzeug gedient haben. Anhand von Puppen, Teddybären, Spielen, Bildern, Tagebüchern und Gedichten sollen die Geschichten einiger Kinder zugänglich gemacht werden.

Jehudit Inbar, Kurartorin der Austellung und Leiterin der Museumsabteilung in Yad Vashem, erklärte, dass die Ausstellung den Kampf der Kinder und Jugendlichen, sich ihre Kindheit zu bewahren und eine andere Realität zu kreieren, zeige. „Oft waren es die Kinder, die die Eltern im verzweifelten Kampf ums Überleben ermutigten. Und dennoch sind sie Kinder gewesen, die spielten und lachten und ihre Ängste und Hoffnungen ausdrückten, wann immer es ihnen möglich war“, berichtete Inbar.

„All die Bilder, Tagebücher, Briefe und Spielzeuge bieten einen bewegenden und faszinierenden Blick auf eine Kindheit im Schatten des Holocausts. Fantasie, Kreativität und Spiel waren Ausdrucksweisen des Basisinstinktes zu überleben, eine Grundvoraussetzung für das Leben in einem solchen Kontext.“

About the author

Patrick Callahan

This is an example of author bio/description. Beard fashion axe trust fund, post-ironic listicle scenester. Uniquely mesh maintainable users rather than plug-and-play testing procedures.

Mitglieder

Israel Heute Mitgliedschaft


Digital Monatlich Digital Jährlich Print + Digital (Deutschland) Print + Digital (International)
Preis
6.90
/ Monat

(€82,80 Jährlich)
51,00
/ Jahr
63,00
/ Jahr
73,00
/ Jahr
Voller Zugang zu allen Mitglieder-Inhalten
Gedrucktes Magazin (6 Ausgaben pro Jahr)
Magazin als E-Paper
Exklusive Zoom-Veranstaltungen
Werbefreies Lesen
Kostenloser Probemonat
Ersparnis gegenüber dem Monatsabo - 38,41% / €31,80 23,91% / €31,80 11,84% / €31,80
Effektiver Jahrespreis €82,80 €51,00 €63,00 €73,00

Schreibe einen Kommentar

Anmelden