Hamas signalisiert neue Raketenangriffe in naher Zukunft

„Israel hat unsere Botschaft nicht verstanden“, behauptet der Terrorchef nach dem gescheiterten Treffen mit UN-Gesandten

von Israel Heute Redaktion |
Foto: Atia Mohammed/Flash90

Es war keine einfache Woche für den in Gaza ansässigen Hamas-Chef Yahya Sinwar.

Nach dem Gaza-Krieg im letzten Monat wird Sinwar nun sowohl von der Palästinensischen Autonomiebehörde als auch von Ägypten kritisiert. Dies nachdem sein Treffen mit einem Gesandten der Vereinten Nationen Anfang der Woche gescheitert ist.

Am Montag traf sich Sinwar mit dem UN-Sonderkoordinator Tor Wennesland. „Mein Treffen mit dem UN-Koordinator war sehr schlecht und deshalb haben wir keine andere Wahl, als den Widerstand wieder aufzunehmen“, sagte Sinwar dem palästinensischen Rundfunk. Wenige Stunden später kündigte Sinwar die Wiederaufnahme von Feuerballon-Angriffen auf den Süden Israels an. Israelische Beamte glauben, dass es bald zu einer weiteren Eskalation kommen wird.

Als Reaktion auf die Unnachgiebigkeit der Hamas bestand der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, darauf: „Der Wiederaufbau des Gazastreifens wird durch uns erfolgen.“

Unmittelbar danach richtete das Abbas-Regime ein Komitee für die Rehabilitation und den Wiederaufbau des Gazastreifens ein, das von Ramallah aus (und damit unter Umgehung der Hamas) geleitet werden soll.

Der ägyptische Präsident Abdel Fattah el-Sisi stimmte dem zu und sagte auf einer Pressekonferenz, dass Kairo in dieser Angelegenheit mit der Palästinensischen Autonomiebehörde zusammenarbeiten würde, nicht mit der Hamas.

Sinwar sieht sich von allen Seiten bedrängt. Während er öffentlich die Hamas zum Sieger im letzten Konflikt mit Israel erklärte, ist die Wahrheit, dass seine Position vor dem Krieg besser war. Und das könnte ironischerweise dazu führen, dass er die Situation bis zu einem weiteren großen Ausbruch von Gewalt eskalieren lässt.

„Es scheint, dass die Besatzung (Israel) unsere Botschaft nicht verstanden hat, und dass wir vielleicht den Volkswiderstand (d.h. den Terrorismus) durchführen müssen, um Druck auf die Besatzung auszuüben“, sagte der Hamas-Chef gegenüber Reportern.

In der Zwischenzeit warnte Israels Premierminister Naftali Bennett, dass es einen neuen Sheriff in der Stadt gibt und dass Israels Geduld mit der Hamas „am Ende ist“.

Die UNO steht typischerweise auf der Seite der Palästinenser, daher wäre es interessant zu wissen, worüber Sinwar und Wennesland nicht einer Meinung waren. Könnte es sein, dass wie Israel, die UN schließlich ihre Geduld mit der Hamas und ihren Lügen verloren hat?

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