Guten Morgen Israel – Urlaub vorbei

Nach ein paar Urlaubstagen kann jetzt der Alltag wieder beginnen.

Guten Morgen Israel – Urlaub vorbei
Dov Eilon

Boker Tov liebe Leser!

Ich freue mich, Sie nach ein paar Tagen Pause wieder zu Beginn des neuen Tages begrüßen zu können. In den vergangenen Tagen habe ich eine kleine Pause vom normalen Alltag genommen und mein Laptop ausgeschaltet gelassen. Ja, das war manchmal gar nicht so einfach, aber eine angenehme Abwechslung im sonst so intensiven Alltag. Da auch unser jüngster Sohn seine Urlaubstage von der Armee “absitzen” musste, haben wir ein paar nette Tage gehabt. Unsere Tochter studiert zurzeit von zu Hause aus und auch das nur zum Teil, da der Streik der Lehrkräfte immer noch nicht beendet ist. So hatten wir also die Gelegenheit, die Tage als Familie zu verbringen und sind an zwei Nachmittagen zusammen weggefahren, einmal nach Jerusalem, ein anderes Mal nach Tel Aviv, wo wir dann auch unseren ältesten Sohn trafen.

In Jerusalem konnte man schon eine etwas winterliche, oder herbstliche, Atmosphäre spüren. Es war angenehm kühl und die Luft war einfach wunderbar. So hatte ich Jerusalem damals vor 32 Jahren kennengelernt, als ich im November 1988 nach einem einmonatlichen Streik der Lehrkräfte (kommt es Ihnen bekannt vor?) mein Studium begann.

Herbststimmung in Jerusalem

In der Fußgängerzone war fast alles wie immer. Nur die Warteschlangen vor einigen Geschäften erinnerten uns daran, dass Corona noch immer unseren Alltag bestimmt. Die Schutzmasken registriere ich kaum noch, so sehr scheine ich mich an diese neue Zeit gewöhnt zu haben. Aber die Warteschlangen sind einfach verrückt. Genauso, wie diese ganze Anordnung von maximal vier Kunden in einem Geschäft, ganz egal, wie groß es ist. Und weil das eben nicht logisch war, dürfen sich nun bis zu 10 Menschen gleichzeitig in einem Geschäft aufhalten.

Aber wie schon gesagt, Corona hat uns bei unseren Ausflügen nicht interessiert, wir haben einfach einte nette Zeit miteinander verbracht. In Tel Aviv, am alten Hafen, wurden wir dann allerdings wieder an Corona und die Einschränkungen erinnert.

Gibt es hier etwas umsonst?

Nein, umsonst gab es dort natürlich nichts. Aber irgendwie kann so eine Warteschlange auch eine gute Werbung für das Geschäft sein. Es muss doch einen Grund geben, dass Menschen bereit sind, mehr als eine Stunde zu warten, um ein Gebäckstück oder was weiß ich kaufen zu dürfen.

Der Hafen von Tel Aviv ist einer meiner Lieblingsorte  der Stadt. Das mag auch daran liegen, das ich dort immer einen günstigen Parkplatz finde. Diesmal parkte ich sogar völlig umsonst neben dem Eingang vor der nicht mehr existierenden Luftwaffenbasis von Sde Dov (dort, wo unsere Tochter ihren Armeedienst abgeleistet hat). Aber der Parkplatz ist natürlich nicht der Hauptgrund dafür, dass ich diesen Ort besonders gerne mag. Es ist einfach nett dort. Man hat einen tollen Blick auf das Meer, es ist der Ort, wo der Yarkon Fluss in das Meer fließt. Es gibt eine lange Promenade, die zum Spazieren und auch zum Joggen oder Radfahren einlädt. Dazu kommen einige Geschäfte bekannter Ladenketten und eine ganze Zahl netter Cafés und Restaurants. Ok, hier hatten wir jetzt wieder die Warteschlangen und auch die Restaurants können nur per “Take Away” verkaufen. Aber so wird es ja nicht ewig bleiben.

Unser ältester Sohn kam später mit seinem E-Scooter dazu, er wohnt im Zentrum gleich am Dizengoff Platz, sodass er keine allzu lange Fahrt hatte. Mit dem Auto hätte er viel länger gebraucht. So ist das nun mal in Tel Aviv. Nach einem wunderbaren Sonnenuntergang verabschiedeten wir uns dann von ihm und fuhren wieder nach Hause.

Sonnenuntergang am Hafen von Tel Aviv

Und jetzt zum Wetter. Am Wochenende hatten wir enorm starke Regenfälle. In einigen Orten fiel in nur wenigen Stunden so viel Regen wie sonst im gesamten Monat November. In Zichron Jaakov fiel ein Viertel des Jahresdurchschnitts, einfach irre. In vielen Städten wurde man wieder an Venedig erinnert, einige Menschen mussten mit Schlauchbooten aus ihren Häusern geholt werden. Auf dem Hermon Berg gab es den ersten Schnee. Dieser November könnte der regenreichste November seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden.

Land unter! Leider nichts Neues.

Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bewölkt mit einem leichten Anstieg der Temperaturen. An der Küste kann es zu Nieselregen kommen. Gegen Nachmittag vereinzelte Regenschauer in den Bergen im Norden und im Zentrum des Landes. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 18 Grad, Tel Aviv 22 Grad, Haifa 20 Grad, Tiberias am See Genezareth 23 Grad, am Toten Meer 24 Grad, Beersheva 23 Grad, Eilat am Roten Meer 26 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth liegt jetzt bei genau  – 210 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 120 Zentimeter bis zur oberen Grenze!

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sonntag. Bei uns geht es wieder an die Arbeit. Bleiben Sie gesund.

 

Schalom aus Modiin!

 

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