Was in Israel fehlt, ist ein Volksführer mit Vision und Mission. Der Mensch braucht eine Richtung, sonst verläuft er sich. Ein Staatsführer zieht das Volk mit sich und lässt sich nicht von unzähligen Meinungen in die Irre führen. Schon in den ersten Tagen, nachdem die Kinder Israels aus Ägypten ausgezogen waren, murrte das Volk und forderte, in die Sklaverei zurückzukehren. Hat damals ihr Volksführer Mose Umfragen durchgeführt und gefragt, ob sie Freiheit oder Sklaverei bevorzugen? Nein, er führte seinen politischen Plan trotz aller Gefahren und gesellschaftlichen Drucks durch. Solch eine Führungsperson fehlt. Idee: Vielleicht sollte dieser im Ausland gesucht werden?
Vielleicht ist es Zeit, dass Israel einen Staatschef aus dem Ausland einsetzt, so wie Israel vor zehn Jahren den Gouverneur der israelischen Zentralbank Stanley Fischer aus den USA nach Israel holte. Der amerikanische Jude und Finanzexperte diente zwischen 2005 und 2013 in Jerusalem und rettete den Staat Israel vor der globalen Finanzkrise im Jahr 2008.
In der letzten Generation sind aus Israels Gesellschaft nur Politiker hervorgegangen, keiner blühte auf als Staatsführer. Über 20 Jahre verhandelt Israel mit den Palästinensern um Land für Frieden und kein Staatschef hat ein Ziel erreicht. Einer nach dem anderen ist daran gescheitert, egal ob links oder rechts: Itzchak Rabin, Schimon Peres, Benjamin Netanjahu, Ehud Barak, Ariel Scharon, Ehud Olmert und wiederholt Netanjahu. Keiner hat den Mut, öffentlich zuzugeben, dass ein Friede mit den Palästinensern nur in der Theorie möglich ist, nicht in der Praxis. Auch hat keiner den Mut, den Palästinensern das zu geben, was sie von Israel verlangen.
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