Fussballabend mit dem Präsidenten

Gestern abend spielte die deutsche Fussballnationalmannschaft im Achtelfinale der Europameisterschaft gegen die Slowakei und siegte mit 3:0. Nicht nur in Deutschland wurde dieses Spiel verfolgt, sondern auch in Jerusalem. Der israelische Staatspräsident hat das Spiel gestern in seinem Amtssitz in Jerusalem gesehen, zusammen mit 50 jungen Spielern von den Jugendmannschaften der Fussballvereine Beitar Jerusalem und Bnei Sachnin.

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Gestern abend spielte die deutsche Fussballnationalmannschaft im Achtelfinale der Europameisterschaft gegen die Slowakei und siegte mit 3:0. Nicht nur in Deutschland wurde dieses Spiel verfolgt, sondern auch in Jerusalem. Der israelische Staatspräsident hat das Spiel gestern in seinem Amtssitz in Jerusalem gesehen, zusammen mit 50 jungen Spielern von den Jugendmannschaften der Fussballvereine Beitar Jerusalem und Bnei Sachnin.

Die Fans von Jerusalem und des arabischen Vereins aus Sachnin sind alles andere als gute Freunde und oft kommt es sogar zu unschönen und gewalttätigen Auseinandersetzungen vor und nach den Spielen gegeneinander. Beide Klubs nehmen an einem Wettbewerb teil, bei dem jedes Jahr der Verein, der sich am erfolgreichsten gegen Gewalt und Rassismus einsetzt, einen Preis bekommt. Der Wettbewerb ist eine gemeinsame Initiative des israelischen Präsidenten, der Leitung der israelischen Fussballliga, dem Toto-Gewinnspiel, dem Ministerium für Sport und Kultur und der Gesellschaft zur Vermeidung von Gewalt im Sport.

Gestern Abend sass Präsident Rivlin nun zusammen mit 50 arabischen und jüdischen jungen Fussballspielern und sah sich das Spiel an. Die Jugendlichen wollten wissen, welche Mannschaft der Präsident vorziehe. Seine Antwort war: “ Bei der Europameisterschaft oder hier in Israel? In Israel bin ich natürlich ein Fan von Jerusalem. Bei dem Spiel heute abend bin ich mir nicht so sicher. Wenn wir uns morgen (Montag) ein Spiel angesehen hätten, wäre meine Antwort sofort England gewesen.“

Weiter sagte er den jungen Fussballspielern: „Ich freue mich, Euch heute hier zu empfangen, Beitar Jerusalem und Bnei Sachnin. Für Euch, Spieler von Beitar, ist es hier im Haus des Präsidenten ein Heimspiel. Und Euch, die jungen Spieler aus Sachnin, die während des Ramadan-Festes hierher gekommen sind, wünsche ich ein gesegnetes Fest. Ihr zeigt, dass der Fussball ein Wettbewerb ist, aber kein Krieg. Fussball ist der Wille zum Sieg und erfolgreich zu sein, aber nicht zu jedem Preis – Man muss immer gewinnen, der Gewinn eines Fussballspiels ist eine wichtige Sache, sogar die wichtigste Sache. Aber alles innerhalb eines Rahmens und Grenzen, denn es muss uns allen klar sein – Unsere Gesellschaft ist viel, viel wichtiger als ein Sieg im Fussball.“

Nach dem Spiel sagte der Präsident: „Vielleicht werdet ihr jungen Spieler eines Tages in der israelischen Nationalmannschsft spielen, und vielleicht werden wir dann erfolgreicher sein und auch an der Europameisterschaft teilnehmen.“

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