Friedenstreffen wegen Drohungen abgesagt

Eine für Dienstag an der Hebräischen Universität Jerusalem geplante öffentliche Diskussion mit einem hohen Berater aus der Autonomiebehörde und dem Abgeordneten Ofer Shelach (Jesh Atid), wurde in letzter Minute abgesagt, weil es angeblich ernstzunehmende Drohungen gegen den palästinensischen Berater gegeben habe.

von |

Eine für Dienstag an der Hebräischen Universität Jerusalem geplante öffentliche Diskussion mit einem hohen Berater aus der palästinensischen Autonomiebehörde und dem Knessetabgeordneten Ofer Shelach (Jesh Atid), wurde in letzter Minute abgesagt, weil es angeblich ernstzunehmende Drohungen gegen den palästinensischen Berater gegeben habe.

Dr. Mahmoud al-Habbash, ein Berater von Mahmud Abbas, dem Präsidenten der PA, der auch als der Oberste Richter in den Sharia-Gerichten in die Autonomiegebiet dient, hatte geplant, mit dem israelischen Abgeordneten über verschiedene politische Angelegenheiten zu diskutieren, einschließlich dem festgefahrenen Friedensprozess, die derzeitige Sicherheitssituation und andere Hindernisse zu einem Frieden. Das Meeting sollte im Truman Institut für Frieden an der Universität stattfinden.

Das Institut war seitens der Beamten aus der palästinensischen Autonomiebehörde eine Stunde vor dem Beginn benachrichtigt worden, dass ihr höchster Sicherheitsapparat Informationen erhalten habe, dass al-Habbash nach dem Leben getrachtet werde, weshalb seine Teilnahme abgesagt werden müsse. Weder die PA noch die Hebräische Universität gaben spezifische Auskünfte, wer diese Drohungen verfasst habe, jedoch gab die offizielle Nachrichtenagentur WAFA eine Stellungnahme in arabischer Sprache heraus, dass eine Aufwiegelung seitens extrem rechtsgerichteter Person innerhalb und außerhalb der Uni tätig war, weshalb al-Habbash entschied, nicht zu kommen.

Prof. Menachem Blondheim, der Direktor des Truman Instituts behauptete, dass die Universität auch verschiedene Drohungen erhalten hätte und dass Mitglieder der jüdischen rechten Organisation Im Tirzu vorher gegen dieses Treffen demonstriert hätten. Jedoch sei dieser Protest nicht stark genug gewesen, um als Absagegrund ins Gewicht zu fallen. Er zeigte sich enttäuscht, dass der Event abgesagt werden musste aber erklärte, dass Frieden weiterhin das ultimative Ziel sei und dass die Uni sich weiterhin einsetzen wolle, eine Atmosphäre gemeinsamen Verstehens zu schaffen.

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox