Aufatmen in Israel: Der am Donnerstag mit einem Großaufgebot an speziellen Suchtrupps gesuchte Israeli ist nicht entführt worden. Viele Menschen im Land befürchteten bereits das Schlimmste, galt doch die Entführung und Ermordung dreier Jeschiva-Schüler im Sommer 2014 als Mitauslöser für die militärische Gaza-Offensive, die zum Verlust vieler Menschenleben geführt hatte. Der Erleichterung folgt nun die Entrüstung über die Vortäuschung falscher Tatsachen sowie die Verschwendung der Ressourcen, die bei der 10-stündigen Suche eingesetzt werden mussten.
Israelischen Medienberichten zufolge soll der 22-jährige Israeli in der Gegend von Kiriat Arba wohlbehalten mit Schlafsack und Konservendosen aufgefunden worden sein. Als Motiv für die vorgetäuschte Entführung gab er Liebeskummer an, seine Freundin habe ihn kurz zuvor verlassen. Sein Freund, der die Sicherheitskräfte alarmiert und auf eine falsche Fährte gebracht hatte, wurde mittlerweile ebenfalls von der Polizei in Gewahrsam genommen.
Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, war die israelische Polizei von Anfang an misstrauisch gewesen, da der Freund des Vermissten angegeben hatte, dieser sei auf der Suche nach Werkzeug für den Platten am Autoreifen entführt worden. Alle vier Reifen des Autos waren jedoch in einem guten Zustand. Dennoch schickte die Polizei das Großaufgebot an Suchtruppen los, da man nicht davon ausgehen konnte, dass der Vermisste wirklich in Sicherheit war.




