MitgliederEine israelische Ikone

Amos Oz, Autor von 40 Büchern und hunderten von Artikeln, von denen manche in bis zu 45 Sprachen erschienen sind, ist am 28. Dezember 2018 im Alter von 79 Jahren verstorben.

von Tsvi Sadan |
Präsident Rivlin bei der Beerdigung des israelischen Dichters.
Foto: Tomer Neuberg/Flash90

Oz hatte so viele Preise angehäuft, dass es heißt, internationale Institutionen hätten ihm Preise verliehen, nur um sich selbst zu würdigen.

F ür die Israelis wird Oz als Orakel der Linken in Erinnerung bleiben. Für seine Anhänger war Oz ein immer weniger erreichbares Ideal. Sanft, gutaussehend, intellektuell, ein Meister der hebräischen Sprache, der für eine gerechte Gesellschaft plädierte und die „ungerechte Besatzung“ routinemäßig verurteilte. Oz personifizierte für diese Menschen, was Israel sein sollte.

Oz schrieb unaufhörlich über die israelische Gesellschaft, kritisierte und streichelte sie gleichzeitig. So sehr er die israelische Präsenz in der so genannten Westbank nicht mochte, lehnte Oz es ab, sich dem postzionistischen Trend anzuschließen, der Israel seiner jüdischen Gründung beraubt. Bei aller Schärfe seiner Kritik blieb Oz ein leidenschaftlicher Zionist, der die Rechten streng mahnte, den jüdischen Charakter Israels nicht zu kompromittieren.

Für diejenigen, die seine politischen Ansichten nicht teilten, repräsentierte Oz den „weißen Stamm“ – das elitäre jüdisch-aschkenasische Milieu, das sein liberales säkulares Weltbild für überlegen hält. Sein...

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