Digitale Medien: Zeit zum Weitermachen oder nicht? Kobi Gideon / FLASH90
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Digitale Medien: Zeit zum Weitermachen oder nicht?

Wer die öffentliche Meinung weiterhin beeinflussen möchte, muss sich der modernen Zeit anpassen

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Als 2005 der Hurrikan Katrina New Orleans heimsuchte, war während der ersten vier schrecklichen Tage die Lokalzeitung The Times-Picayune die einzige Publikation, die dank ihrer funktionierenden Webseite die Leute auf dem Laufenden hielt. Für viele Printmedien war das ein Wendepunkt, denn bis dahin hatten noch viele gezögert, sich dem Trend zur Digitalisierung anzuschließen. Auch wenn viele Publikationen weiterhin gedruckt erscheinen, scheint ihr Publikum zu schwinden.

Dass die digitalen Medien den Kampf gewonnen haben, ist nicht selbstverständlich. Der Mensch will von Natur aus etwas in der Hand haben. Die Zeitungen und Zeitschriften, die Überlebenschancen haben, werden sich auf Nischen konzentrieren. Eine Nachfrage bei Hochglanzmagazinen wird es immer geben. Aber für die Zeitungsbranche sind angesichts immer kürzer werdender Nachrichtenzyklen die Tage der Printmedien gezählt.

Sam Lehman-Wilzig, Kommunikationswissenschaftler an der Bar-Ilan-Universität, wies schon 2007 auf die Umstände hin, unter denen digitale Medien entstanden sind. Er meint, dass das Internet nicht einfach passiert sei. Es trage der Erkenntnis Rechnung, dass...

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