Das Friedensexperiment Givat Haviva
Konflikt

Das Friedensexperiment

Die Givat Haviva International School ist eine Schule mit Vision.

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Man will ein Netzwerk junger Führungskräfte heranbilden, die für Frieden im Nahen Osten eintreten. Der Campus ist von arabischen Dörfern und jüdischen Agrarsiedlungen umgeben. 55 palästinensische und israelische Schüler leben gemeinsam auf dem Schulgelände, hinzu kommen Schüler aus aller Welt. Zwei Jahre lang lernen sie, wie man zwischen Kulturen, Sprachen und widersprüchlichen historischen Narrativen Brücken baut.

Die friedensstiftende Gemeinschaft Givat Haviva wurde vor 70 Jahren innerhalb des Kibbutz-Verbands gegründet. Diesem Verband gehören 257 Kibbutzim und hunderte Bildungseinrichtungen, industrielle und kulturelle Organisationen in ganz Israel an.

Ich treffe kurz vor dem Ertönen der Sirenen am Gefallenen-Gedenktag ein. Mir fällt eine muslimische Schülerin auf, die wie alle anderen zum Gedenken an Israels gefallene Soldaten stillsteht. Sie sagt mir: „In meinem Dorf würde sich niemand zu Juden stellen, um ihrer Leiden zu gedenken. Wir sind stets gegeneinander. Hier aber lernen wir die Geschichte des anderen. Ich bin arabisch-israelische Palästinenserin, in anderen Ländern geht es meinem Volk schlecht. Israel sorgt für meine Sicherheit.“

Die Schülerschaft besteht zur…