MitgliederCorona spaltet das Volk

Die Coronakrise hat die jüdische Gesellschaft mehr als alles andere gespaltet

von Aviel Schneider |
Auseinandersetzung zwischen Polizei und orthodoxen Juden Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Die Corona-Krise hat die tiefe Kluft zwischen Israels säkularer Gesellschaft und den ultraorthodoxen Juden sichtbarer denn je gemacht. Und die Kluft ist tiefer als man denkt. Israels Orthodoxie hat mit den Regierungsvorschriften grundsätzlich ein psychologisches Problem, was auf eine Identitätskrise hinweist. Ihre Weltanschauung unterscheidet sich von der Weltanschauung der säkularen Gesellschaft im Volk bei weitem und dennoch müssen sich Israels orthodoxe Juden der fremden Weltanschauung im Land anpassen. Und hier knallt es. Wie oft höre ich von Freunden und Kollegen, dass „orthodoxe Juden uns ins Verderben stürzen“. Die Kritik gegen das unverantwortliche Verhalten orthodoxer Juden in Israel ist unüberhörbar.  

Israel ist von der dritten Corona-Welle überrollt worden. Die Zahlen zeigen, dass 35 Prozent der Coronainfizierten in Israel orthodoxen Juden sind, dreimal so viel wie ihr Bevölkerungsanteil. Die israelische Gesellschaft und ihre Entscheidungsträger haben nicht verstanden, dass das Problem keine Frage des Bewusstseins ist.

Das Problem sitzt tief in der Wahrnehmung. Das Einhalten von Vorschriften, die von der säkularen Regierung verfügt worden sind,...

Israel Heute Mitgliedschaft

Werden Sie Mitglied

  • Alle Mitglieder-Inhalte lesen

    Zugang zu exklusiven, ausführlichen Berichten aus Israel!

  • Kostenlose Zoom-Veranstaltungen

    Verbinden Sie sich mit Israel, direkt von Zuhause aus!

  • Jetzt eine Stimme der Wahrheit und Hoffnung erheben

    Unterstützen auch Sie den zionistischen Journalismus in Jerusalem!