Chinesinnen machen Alija

Fünf chinesische Frauen aus der jüdischen Gemeinde in Kaifeng sind kürzlich in Israel angekommen.

von Israel Heute Redaktion |
Die fünf Damen freuen sich in ihrer wahren Haimat zu sein. Foto: Shavei Israel

Sie heißen Gao Yichen, Yue Ting, Li Jing, Li Yuan und Li Chengjin, haben Hebräisch und Judentum studiert und wollen nun in Israel leben.

Die jungen Damen ziehen zuerst ins Schottenstein-Zentrum für fortgeschrittenes Bibelstudium, wo sie sich auf ihren Übertritt vorbereiten, der unter Aufsicht des Oberrabbinats stattfinden wird. Nach ihrem Übertritt erhalten die Frauen die israelische Staatsbürgerschaft.

Es wird angenommen, dass die jüdische Gemeinde von Kaifeng im achten oder neunten Jahrhundert von persischen oder irakischen Händlern gegründet worden ist. Eine 1163 erbaute Synagoge steht noch. Zur Gemeinde gehörten während der Ming-Dynastie (1368–1644) etwa fünftausend Juden, später schrumpfte sie auf 500 bis 1000 Mitglieder.

Da es damals in China keinen Antisemitismus gab, fand größtenteils eine Assimilierung statt, in deren Rahmen viele Mischehen geschlossen wurden. Heute existiert die Gemeinde nicht mehr wirklich. Der letzte Rabbi von Kaifeng starb vor etwa zweihundert Jahren. Nach einer Überschwemmung im 19. Jahrhundert wurde die Synagoge geschlossen. Ungefähr tausend Chinesen in Kaifeng kann man als Juden identifizieren. Sie beginnen immer mehr, sich für das Judentum und seine Tradition zu interessieren. Und vielleicht entschließen sich noch mehr von ihnen eines Tages zur Alija.

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