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B’Tselem geht bei Berlinale leer aus – Kein Preis für Film „Der Junge aus H2“

Enttäuscht waren die Mitglieder der „B’Tselem“ Organisation von dem Abschneiden ihres Films „Der Junge aus H2“ bei den Berliner Filmfestspielen. Der Film, der in 20 Minuten einen Einblick in das Leben eines 12-jährigen arabischen Jungen in Hebron zeigt, hat nicht einen einzigen Preis bekommen.

Enttäuscht waren die Mitglieder der B’Tselem Organisation von dem Abschneiden ihres Films „Der Junge aus H2“ bei den Berliner Filmfestspielen. Der Film, der in 20 Minuten einen Einblick in das Leben eines 12-jährigen arabischen Jungen in Hebron zeigt, hat nicht einen einzigen Preis bekommen.

In dem im Jahr 2011 aufgenommenen Film der Filmemacherin und Leiterin des Videoarchivs der B’Tselem Organisation Helen Yanovsky begleitet die Kamera den damals 12 Jahre alten Muhammad Burqan, der im arabischen Teil von Hebron, H2 genannt, lebt. Ziel des Films der Organisation war es, zu zeigen, wie schlecht und unmenschlich sich die israelischen Soldaten gegenüber den arabischen Kindern in Hebron verhalten. Im Film wird gezeigt, wie ein Soldat den Jungen zu seinem Vater bringt, nachdem dieser zuvor Steine auf Soldaten geworfen hatte. Gewalttätige Szenen sind im Film nicht zu erkennen.

Der heute 17 Jahre alte Muhammad war bei der Vorführung des Films in Berlin anwesend. Nach Ende des Films wurde er auf die Bühne gerufen, um ihm einige Fragen bezüglich der schlechten Behandlung seitens der israelischen Soldaten zu stellen. Doch zu der großen Überraschung der Anwesenden waren die Antworten Muhammads nicht so, wie man es erwartet hatte. Auf die Frage, ob er auch heute noch gegenüber den israelischen Soldaten und der Besatzung Zorn empfinde, antwortete er mit einem einfachen „Nein“. „Aber schimpfst Du weiterhin im Namen der Kinder Hebrons, die heute in Deinem Alter sind?“, lautete eine weitere Frage der Moderatorin, um eine für sie befriedigende Antwort zu erhalten. „Nein“, antwortete Muhammad erneut.

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Patrick Callahan

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