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Bringt Brasilien seine Botschaft nach Jerusalem?

Ihre Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, kann für Staaten ein riskanter Schritt sein.

Eduardo Bolsonaro Foto: Hadas Parush/Flash90

Nicht nur arabische Länder drohen mit Vergeltung, auch progressive europäische Länder können negativ auf einen Umzug einer Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem reagieren.

US-Präsident Trump hat mit dem Umzug der amerikanischen Botschaft nach Jerusalem im Mai 2018 einen mutigen ersten Schritt getan und es folgte Guatemala nur zwei Tage danach. Beide Länder wurden wie erwartet von der „internationalen Gemeinschaft“ für diesen Schritt verurteilt, aber es ist nicht bekannt, ob es ihnen wirklich geschadet hat. Die Tschechische Republik hat 2018 eine Fast-Botschaft in Jerusalem eingerichtet und auch andere Länder haben signalisiert, einen Umzug zu planen und einzuleiten.

Nun könnte auch Brasilien in den exklusiven Club der Länder mit Botschaft in Jerusalem eintreten, denn Präsident Jair Bolsonaro hat bereits vor längerer Zeit einen Umzug angekündigt und sein Sohn Eduardo (Bild oben) hat vor einigen Tagen bei einem Besuch in Israel anlässlich der Eröffnung der Brasilianischen Agentur für Handels- und Investitionsförderung in der israelischen Hauptstadt noch einmal bestätigt, dass sein Vater „ganz sicher die Botschaft nach Jerusalem bringen wird.“ Später bestätigte Premierminister Netanjahu nach einem Gespräch mit Eduardo Bolsonaro, dass Brasilien die Botschaft im kommenden Jahr nach Jerusalem verlegen wird.

Länder, die sich weigern, ihre Botschaft in Jerusalem zu haben, argumentieren, sie würden dies schlussendlich im Zusammenhang mit einem umfassenden Friedensplan mit den Palästinensern nach einem ausgehandelten Status für Jerusalem tun. Nach über 40 Jahre vergeblichen Wartens auf solch einen Friedensplan ist möglicherweise ein Umdenken notwendig.

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Patrick Callahan

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