Beginn der Operation „Morgendämmerung“ – Israel gegen den Islamischen Jihad

Kommandeur des Islamischen Jihad im nördlichen Gazastreifen und weitere 15 Terroristen getötet. 180 Raketen in Richtung Israel abgeschossen. Iron Dome wehrt Raketen im Süden und Zentrum des Landes ab.

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Gazastreifen
Am 6. August 2022 werden vom Islamischen Dschihad Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Foto: Attia Muhammed/Flash90

Die israelische Armee hat am Freitag mit der Operation „Breaking Dawn“ (Morgendämmerung) im Gazastreifen begonnen. Vorausgegangen waren tagelange Spannungen nach der Verhaftung des Anführers des Palästinensischen Islamischen Jihad in Judäa und Samaria.

Der Angriff begann mit einem Angriff der israelischen Luftwaffe auf Gebäude, von denen bekannt ist, dass sie vom Islamischen Dschihad genutzt werden.

Bei dem Angriff wurde der Kommandant des militärischen Flügels des Islamischen Dschihad im nördlichen Gazastreifen, Tayseer Jabari, getötet.

Bei weiteren Angriffen auf Panzerabwehrraketen und Scharfschützen der Terror-Organisation  wurden Berichten zufolge  15 Terroristen getötet.

Die Operation der israelischen Armee gegen den Islamischen Jihad begann einer Reihe von Tagen, in denen die Organisation mehrfach mit Angriffen auf Ziele in Israel gedroht hat. In den letzten Tagen waren die Gebiete um den Gazastreifen für alle Nicht-Anwohner gesperrt worden. Die Bewohner von Orten in unmittelbarer Nähe zum Gazastreifen wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, da man den Beschuss aus dem Gazastreifen mit Panzerabwehrraketen befürchtete.

Als Reaktion auf den israelischen Angriff auf Ziele des Islamischen Jihads, schoss die Terror-Organisation bis zum Samstagmorgen um die 180 Raketen auf Israel. Die meisten Raketen richteten sich gegen Orte im Grenzgebiet zum Gazastreifen, doch gestern ertönten gegen 21 Uhr auch die Sirenen im Zentrum des Landes, als Raketen in Richtung der Städte Bat Yam und Rishon LeTzion abgeschossen worden waren.

Wie die israelische Armee berichtet,  erreichten bisher 130 Raketen israelisches Gebiet, wovon 60 Raketen vom Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen wurden. Die übrigen Raketen landeten auf freiem Gelände und 30 Raketen landeten noch innerhalb des Gazastreifens.

Ein Sprecher der israelischen Armee sagte gestern, dass die Operation einige Tage dauern könnte. Es wurden bis zu 25000 Reservisten einberufen.

An der Grenze zum Gazastreifen stehen israelische Panzer bereit. Foto: Tomer Neuberg/Flash90

Die Operation „Morgendämmerung“ richtet sich nur gegen den Islamischen Jihad, wie es von der israelischen Armee ausdrücklich betont wurde.

Der Islamische Jihad war im Frühjahr für eine Reihe von Terroranschlägen in Israel verantwortlich, bei denen zahlreiche unschuldige israelische Zivilisten ums Leben kamen. Bei den Anschlägen schossen Terroristen wahllos mit automatischen Waffen in den Straßen mehrerer israelischer Städte auf israelische Zivilisten.

Nun stellt sich die Frage, wie die Hamas auf den Beginn der Operation gegen den Islamischen Jihad reagieren wird.

Israels Verteidigungsminister Benny Gantz hielt nur wenige Stunden vor Beginn der neuen Operation eine Lagebeurteilung im Hauptquartier des IDF-Südkommandos ab. Es sei Israels Aufgabe, dafür zu Sorgen, die Spannungen zu beenden und die Routine zurückzukehren.

“An unsere Feinde und insbesondere an die Führung der Hamas und des Palästinensischen Islamischen Jihad“, sagte Gantz, „möchte ich betonen: Eure Zeit ist abgelaufen. Die Bedrohung [in dieser Region] wird auf die eine oder andere Weise beseitigt werden.“

Der Verteidigungsminister warf den Terror-Organisationen auch vor, die Menschen in Gaza als Geiseln zu halten.

„Die IDF, die ISA und alle Sicherheitskräfte bereiten sich auf jede Aktion vor, die an irgendeiner Front stattfinden könnte – im Norden, im Zentrum oder im Süden Israels“, fügte Gantz hinzu. „Wir setzen unsere operativen Aktivitäten in allen Bereichen fort, soweit dies erforderlich ist.“

Gantz versprach der internationalen Gemeinschaft außerdem, dass Israel verantwortungsvoll und zurückhaltend agieren werde, „aus einer Position der Stärke heraus. Wir werden mit innerer Widerstandsfähigkeit und äußerer Stärke agieren, um den Alltag im Süden Israels wiederherzustellen.“

„Wir suchen keinen Konflikt, aber wir werden nicht zögern, unsere Bürger zu verteidigen, wenn es nötig ist“, erklärte er.

„Der Staat Israel und die IDF werden ihre Operationen fortsetzen, da sie sich der Verantwortung bewusst sind, die wir auf unseren Schultern tragen – die Gemeinden und Bürger im Süden Israels zu verteidigen. Und um die Bürger des gesamten Staates Israel zu verteidigen.“

 

Mit Berichten von TPS

 

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