Traditionsgemäß versammeln sich vor Jom Kippur viele Juden an diesem Ort, um ihre Slichot-Gebete zu verrichten. Da das Grab im sogenannten Westjordanland liegt, werden die Gläubigen von Sicherheitskräften der israelischen Armee, dem Grenzschutz, der Polizei und zivilen Kräften begleitet. Über 1000 jüdische Besucher seien Sonntagabend zum Beten am Grab Josefs eingetroffen, hieß es in den Medien.
Proteste palästinensischer Araber ließen nicht lange auf sich warten. Die israelische Polizei registrierte Brandbomben, in Brand gesetzte Autoreifen und Steinewerfer sowie selbsthergestellte Sprengstoffe, mit denen versucht wurde, die jüdischen Beter zu vertreiben. Israelische Sicherheitsbeamte lösten die palästinensischen Ausschreitungen mit bewährten Mitteln auf, Verletzte gab es keine. Auch das Grabmal wurde nicht beschädigt.




