Arabisch-israelische Mütter protestieren gegen die Gewalt von Arabern gegen Araber

Präsident Rivlin empfing die Mütter von Opfern der Kriminalität im arabischen Sektor.

von Yossi Aloni |
Präsident Rivlin
Foto: Mark Neiman / GPO

Präsident Reuven (Ruby) Rivlin war Gastgeber einer Gruppe von Müttern (und einer Schwester) von vier arabisch-israelischen Staatsbürgern, die in den letzten Monaten bei kriminellen Zwischenfällen getötet wurden. Die Mütter trafen bei einem Protestmarsch gegen die Gewalt im arabischen Sektor im Haus des Präsidenten ein. Der Marsch führte von Haifa nach Jerusalem unter dem Banner „Marsch der Mütter für das Leben“. Die Mütter rufen zu einem Kampf gegen die Kriminalität in der arabischen Gesellschaft auf. Der Präsident erklärte,

„Dies ist nicht nur ein Kampf der arabischen Gesellschaft. Es ist ein Kampf von uns allen als Gesellschaft, auf allen Ebenen – in Schulen, Hochschulen und Unternehmen. Wir müssen Nein sagen zu Gewalt, Nein zu Verbrechen, Nein zu illegalen Waffen“.

Die Mütter wurden von den arabischen Mitgliedern des israelischen Knesset-Parlaments  Ayman Odeh und Osama Saadi von der gemeinsamen Liste begleitet.

Muna Khalil aus Haifa verlor ihren 28-jährigen Sohn Khalil. Jazia Jabali verlor ihren Sohn Saad, der in Taibeh ermordet wurde. Pardus Habiballah verlor ihre einzige Tochter, die 16-jährige Arub, die bei einem Unfall mit Fahrerflucht in Nazareth überfahren und getötet wurde. Kifah Agbaria verlor ihren Bruder Khaled, der in Umm al-Fahm ermordet wurde. Seit Anfang 2020 hat es im arabisch-israelischen Sektor mehr als 50 kriminelle Tote durch Schusswaffen gegeben.

Zu Beginn seiner Rede sagte der Präsident:

„Ich möchte Ihnen mein Beileid für Ihren schrecklichen Verlust aussprechen. Mögen Sie keine Trauer mehr kennen. Der Schmerz ist groß, und es gibt keinen Trost.“

Rivlin fügte hinzu:

„Der Staat muss seine Bürgerinnen und Bürger schützen, und die Bürgerinnen und Bürger müssen die Polizei als Wächter ihrer Häuser sehen… es ist unsere aller Verantwortung. Wir müssen uns zusammentun und die Plage der Kriminalität und der illegalen Schusswaffen an allen Fronten bekämpfen… Die arabische Gesellschaft muss sich auf allen Ebenen mobilisieren…“.

Der Präsident fuhr fort:

„Im Staat Israel gibt es keine Bürger, die ‚gleicher‘ oder ‚weniger gleich‘ sind. Der Staat Israel hat die gleiche Verpflichtung, jedem Bürger Schutz zu gewähren – und jeder einzelne von ihnen hat das Recht, in Sicherheit zu leben.“

Er beendete seine Rede mit den Worten:

„Ich höre Ihre Stimme als Frauen, als Mütter, als Führungspersönlichkeiten, die aus der Gemeinschaft kommen. Diese Stimme ist wichtig. Sie hat die Macht, echte Veränderungen herbeizuführen und Leben zu retten. Nur die Zusammenarbeit aller Parteien, der Polizei, des Bildungssystems, der Gemeindeleiter und der Menschen vor Ort wird in der Lage sein, diese wichtige Herausforderung zu bewältigen. Sie liegt in unseren Seelen.“

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox