Alles wird teuer

Mit dem Obst ist in diesem Sommer nicht gut Kirschen essen. Ja, ausgerechnet die Kirschen sind in diesem Jahr besonders teuer.

Foto: Michael Giladi/Flash90

Guten Morgen liebe Leser!

Heute ist es wieder einmal so weit, ich fahre ins Büro nach Jerusalem, um mich endlich einmal wieder mit meinen Kollegen zu treffen. Eigentlich machen wir jede Woche ein Treffen mit der Redaktion, doch die Raketen aus dem Gazastreifen und die daraus folgende Operation „Wächter der Mauern“ zwangen uns zu einer Pause. Wieder einmal mussten wir zu Hause bleiben, oder wenigstens in der Nähe eines Sicherheitsraumes. Doch nun ist auch das Vergangenheit, sodass ich mich gleich zur Busstation begeben werde, um nach Jerusalem zu fahren.

Das Auto lasse ich lieber zu Hause, das hatte ich nach meiner letzten Fahrt nach Jerusalem beschlossen. Nach den fürchterlichen Staus sagte ich zu mir „nie wieder“, ich schwor mir, nie wieder mit dem Auto nach Jerusalem zu fahren. Das habe ich jetzt wohl genug betont. Jetzt, wo auch Corona hinter uns liegt, gibt es für mich auch keinen Grund mehr, nicht mit dem Bus zu fahren. Im Bus kann man sich im Falle eines Staus wenigstens etwas ausruhen.

Die Fahrt mit dem Bus kann man jetzt übrigens direkt mit dem Handy bezahlen. Man fotografiert einfach einen Barcode, der sich an mehreren Stellen im Bus befindet, trägt dann das gewünschte Ziel ein und fertig. Abgerechnet wird am Monatsende. Diese Form der Bezahlung ist sogar noch etwas billiger als die bekannte Rav Kav Karte. Und so geht das:


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Leider ist nicht alles billig bei uns. Es ist ja bekannt, dass Israel ein teures Land ist, aber bis jetzt konnten wir uns immer mit der Tatsache trösten, dass das Obst und Gemüse bei uns viel billiger ist als im Ausland. Doch leider ist das heute nicht mehr so. Und das führt uns zu dem heutigen Titelbild. Im Norden des Landes hat die Kirschensaison begonnen. Das Selberpflücken vor Ort ist immer eine Attraktion, besonders für Familien mit Kindern. Doch in diesem Jahr haben die Kirschen und anderes Sommerobst einen bitteren Nebengeschmack. Das Obst selber ist in Ordnung, mit bitter meine ich die Preise. Diese sind so hoch wie nie zuvor. Schuld daran sollen die Hitzewellen des vergangenen Jahres sein. Dadurch schrumpfte die Ernte um 40 Prozent. Auf einigen Märkten wurde für ein Kilo Kirschen bis zu 99 Shekel verlangt, unglaublich. Auch anderes Sommerobst ist zurzeit nicht viel billiger, so sollen Nektarinen bis zu 50 Shekel pro Kilo kosten. Mit dem Obst ist also im wahrsten Sinne des Wortes „nicht gut Kirschen essen“.

Schön rot und lecker, aber viel zu teuer. Kirschen aus den Golanhöhen

Leider sind Obst und Gemüse nicht die einzigen Dinge, die jetzt teurer werden. Eigentlich soll alles teurer werden. Ist das der Preis für das Corona Jahr? In Jerusalem werde ich auf alle Fälle einen Gang durch den Markt machen und dabei einen Blick auf die Preise werfen. Sie, liebe Leser, dürfen mich dann gerne begleiten. Dafür werde ich ein kurzes Video vorbereiten.

Ich freue mich auf Jerusalem, auch die für heute erwartete Hitze stört mich überhaupt nicht. Und wenn wir schon von Hitze sprechen, hier ist das Wetter.

 

Das Wetter für heute in Jerusalem

Heute soll es im ganzen Land besonders heiß werden. Gegen Nachmittag wird dann wieder kühlere Luft in unsere Region strömen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 36 Grad, Tel Aviv 35 Grad, Haifa 33 Grad, Tiberias am See Genezareth 40 Grad, am Toten Meer 40 Grad, Beersheva 41 Grad, Eilat am Roten Meer 44 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei – 209,325 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 52,5 Zentimeter bis zur oberen Grenze.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen wunderbaren Montag. Ist es ihnen aufgefallen, dass ich heute nicht ein einziges Wort über die politische Lage im Land geschrieben habe? Man muss einfach einmal abschalten. Keine Sorge, Sie verpassen nichts. Wir werden Sie auch heute wieder über alle wichtigen Ereignisse in Israel informieren. Machen Sie es gut.

Und jetzt mache ich mich auf den Weg nach Jerusalem.

 

Shalom aus Modiin!

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