In einem Treffen mit der links gerichteten Peace Now Organisation und Abgeordneten der israelischen Knesset sagte Palästinenserchef Mahmud Abbas gestern in Ramallah, dass eine amerikanische Verhandlungs-Delegation einen Friedensplan vorgeschlagen hätte, der auf einer Konföderation mit Jordanien basieren würde.
Der Plan soll von zwei US-Beratern für den Nahen Osten, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Jason Greenblatt, vorgeschlagen worden sein. Abbas soll während des Treffens gesagt haben, dass er den Beratern seine Zustimmung für den Plan einer Konföderation gegeben habe, sollte Israels ebenfalls Teil davon sein.
„Ich wurde von Kushner und Greenblatt gefragt, ob ich der Idee einer Konföderation mit Jordanien zustimmen würde“, sagte Abbas. “Ich antwortete: ‘Ja, ich möchte eine Konföderation mt Jordanien und Israel’ und fragte, ob die Israelis so einem Vorschlag zustimmen würden“, sagte der 82-jährige Palästinenserchef.
Abbas erwähnte auch, dass er der Meinung sei, dass die USA eine den Palästinensern gegenüber feindlich gesinnte Kraft sei und den Friedensprozess beenden würden. Sie würden die UNRWA vollständig zerstören wollen.
Weiter erklärte Abbas, dass die tägliche SIcherheitskoordination mit den Israelis weiter Aufrecht erhalten werde, um alles dafür zu tun, damit kein Israeli zu Schaden kommen würde.
Der Plan einer Konföderation wurde von der jordanischen Regierung noch gestern abgelehnt. Eine Sprecherin der Regierung sagte, dass eine Konföderation zwischen Jordanien und Palästina nicht zur Debatte stehe. Die jordanische Position gegenüber der Palästinenserfrage sei klar und deutlich – eine „Zwei-Staatenlösung mit der Gründung eines palästinensischen Staates innerhalb der Grenzen von 1967“.
Bild: Palästinenserchef Abbas trifft sich mit israelischen Friedensaktivisten und Politikern (Foto: Büro von Mahmud Abbas)




