11 Jahre Haft für ehemaligen Minister

Nachdem er vor Gericht gestanden hatte, Informationen an den Iran geliefert zu haben, wurde der ehemalige Minister Gonen Segev heute zu einer Freiheitsstrafe von 11 Jahren verurteilt. Der Anklagepunkt des Verrats wurde wegen des Geständnisses fallengelassen.

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Gonen Segev, von 1995 bis 1996 ehemaliger Energieminister in der Regierung der 13. Knesset unter Itzhak Rabin, wurde vor einem halben Jahr wegen des Verdachts, für den Iran spioniert zu haben, festgenommen. Er wurde auch des Verrats beschuldigt, wofür er eine lebenslängliche Freiheitsstrafe hätte bekommen können. Doch weil er gestand, Informationen an den Iran geliefert zu haben, wurde der Anklage der Verrats fallen gelassen. Der ehemalige Minister wurde heute in Jerusalem zu einer Freiheitsstrafe von 11 Jahren verurteilt.

Es ist nicht das erste Mal, dass Gonen Segev ins Gefängnis geht. Im Jahr 2004 wurde er beim Schmuggeln von Ecstasy-Tabletten gefasst und im März 2005 zu einer fünfjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, aus der er wegen guter Führung im Jahr 2007 entlassen wurde.

Danach lebte er in Nigeria, wo er als Arzt tätig war. In Israel war im seine Approbation als Arzt entzogen worden. 2012 soll er von iranischen Botschaftsangestellten zum ersten Mal angesprochen worden sein und danach mehrere Male in den Iran gereist sein, um sich mit seinen Vermittlern zu treffen. Dabei soll er gewusst haben, dass es sich dabei um iranische Geheimagenten gehandelt habe.

Segev wurde ein Agent für die Iraner und traf seine Mittelmänner an verschiedenen Orten der Welt in geheimen Appartements. Dabei wurde ihm auch ein Gerät zur Übermittlung verschlüsselter Mitteilungen gegeben.

Im Mai 2018 wurde Gonen Segev bei seinem Versuch Äquatorialguinea zu betreten wegen seiner kriminellen Vergangenheit die Einreise verweigert und nach Israel ausgewiesen., wo er vom israelischen Sicherheitsdienst festgenommen wurde. Bei seiner Befragung hatte er nicht bestritten, mit den Iranern in Kontakt gewesen zu sein, sagte aber, er habe das gemacht, um Informationen für Israel zu bekommen.

Bild: Gonen Segev im Gericht in Jerusalem, Juli 2018 (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

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