Trotz allem werden sie von vielen wie eine „Stadt auf dem Berge“ gesehen, die nicht verborgen bleiben kann (Matthäus5,14). In den Medien wird oft über rechtliche Auseinandersetzungen vor allem mit dem Innenministerium berichtet, aber auch Diskriminierung oder humanitäre Einsätze kommen zur Sprache. Während sie in der Vergangenheit eher eine „Katakomben-Mentalität“ hatten, gehen sie heute offensiver mit ihrem Glauben um.
Messianische Juden dienen auch in der Armee, wo sie nicht selten in Eliteeinheiten aufsteigen. Das ist heute anders als in den Anfangsjahren des Staates, als ihnen gegenüber großes Misstrauen herrschte. Die als biblische Zionisten angesehenen Gläubigen bringen durch ihre Kinder moralische Werte in den Schulen und in ihrer Umgebung ein. Messianische Juden sind heute ein Teil des bunten Mosaiks, das Israel ausmacht.
An vielen Universitäten im Land gibt es aufgeschlossene Professoren, die kein Problem mit wissenschaftlichen Arbeiten über messianische Juden haben. Doktor- und Diplomarbeiten modellieren Identität, Geschichte, Theologie und Auseinandersetzungen innerhalb der Gesellschaft. Ergebnisse werden auch auf internationalen Konferenzen, besonders in Jerusalem, vorgestellt.
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