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Siebenjährige Schach-Europameisterin darf nicht zur WM nach Tunesien

Die siebenjährige Schach-Europameisterin Liel träumt davon, auch Weltmeisterin zu werden. Doch dies wird erst einmal ein Traum bleiben, da sie nicht an den in Tunesien stattfindenden Meisterschaft teilnehmen darf, nur, weil sie Israelin ist.

Immer wieder wird Israel von seinen Gegnern als Apartheid-Staat bezeichnet, der die arabischen Mitbürger diskriminieren würde. Immer wieder werden von Organisationen der UNO und ihr selbst Resolutionen gegen Israel verabschiedet. Doch wenn ein anderes Land israelische Staatsbürger diskriminiert, bleibt es still. Dies bekam nun auch die siebenjährige Liel Levitan zu spüren.

Vor wenigen Wochen gewann Liel Levitan die Europameisterschaft in ihrer Altersklasse, die in Krakau, Polen stattfinden. Umhüllt mit der israelischen Fahne stieg sie stolz auf das Podium, danach wurde die israelische Nationalhymne gespielt. Liel kommt aus einer Familie mit vielen erfolgreichen Schachspielern. Sie selbst begann im Alter von 4 Jahren zu spielen. Trainiert wird Liel von einem privaten Trainer, der auch schon ihre Mutter vor ihrer Einwanderung nach Israel in Weißrussland trainiert hatte. Der Sieg der Europameisterschaft war ein absoluter Höhepunkt für die Familie.

Nach ihren Sieg sagte Liel, dass sie jetzt davon träume, auch Weltmeisterin zu werden, doch dies scheint leider zunächst einmal ein Traum zu bleiben. Die nächsten Schach-Weltmeisterschaften finden bereits vom 1. bis 9. September statt, in Monastier, in Tunesien. Und genau das ist das Problem, denn Liel darf nicht an der Meisterschaft teilnehmen, weil sie Israelin ist.

„Wir wollen keine israelischen Schachspieler bei der Meisterschaft“, hieß es klar und deutlich seitens der Veranstalter.

Die Diskriminierung israelischer Sportler bei Wettbewerben in arabischen Ländern ist leider nichts Neues. Letzte Jahr durften die israelischen Judoka wohl an dem Grand Prix Wettbewerb in Abu Dhabi antreten, jedoch ohne die israelische Fahne und Nationalhymne. In diesem Jahr hat der internationale Judo-Verband die geplanten Wettbewerbe in Abu Dhabi und auch in Tunesien abgesagt, da die beiden Länder nicht für die Gleichbehandlung der israelischen Sportler garantieren konnten.

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Patrick Callahan

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