(Bild: Aus Titelseite Jediot Achronot)
Im Januar eskalierte der langjährige Medienkrieg zwischen Israels größter Tageszeitung Jediot Achronot und Regierungschef Benjamin Netanjahu. Medien ließen verlauten, dass sich Israels Premierminister augenscheinlich positive Berichterstattung in Israels wichtigster Zeitung erkaufen wollte. Sollte sich der Verdacht erhärten, steckt darin das Potential für eine der schwerwiegendsten Korruptionsaffären in Israels Staatsgeschichte.
Tonbandaufnahmen sollen belegen, dass der Herausgeber von Jediot Achronot und Ynet, Arnon Moses, Netanjahu zugesagt habe, die kritische Haltung seiner Zeitung gegen den Premier und dessen Familie aufzugeben. Im Gegenzug habe Netanjahu ihm finanzielle Vergünstigungen versprochen und zugesagt, einen Gesetzesentwurf zu unterstützen, der die Schließung der umstrittenen Gratiszeitung Israel Hayom, also direkter Konkurrenz, zum Ziel hat. „Wenn wir beide uns in Bezug auf den Gesetzesvorschlag einigen, werde ich alles in meiner Macht stehende tun, dass du im Land herrschst, so lange du willst“…
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