Jerusalem hat eine unruhige Nacht hinter sich. Es gab zwei Zwischenfälle, bei denen Omnibusse von Arabern mit Steinen und Brandsätzen angegriffen wurden. Ein Busfahrer wurde leicht verletzt, als ein Stein in seinen Bus einschlug. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Fast gleichzeitig wurde ein weiterer Bus mit Steinen beworfen. Dieser war im arabisch geprägten Stadtteil Ras al-Amud in der Nähe des Ölbergs unterwegs. Der arabische Fahrer suchte Schutz bei der Polizei. Als er mit Polizeiverstärkung wieder zu seinem Fahrzeug zurückkehrte, stand es in Flammen.
Die Polizei geht davon aus, dass das Feuer durch einen Molotow-Cocktail verursacht wurde. Nach ersten Ermittlungen war der Fahrer versehentlich falsch abgebogen und unbeabsichtigt in das arabische Wohnviertel gelangt.
Darüber hinaus wurden Brandsätze auf eine Armee-Station in Jerusalem geworfen. Die Feuerwehrleute haben Schlimmeres verhindert, ein Wachturm wurde allerdings bei dem Angriff beschädigt. Die Brandbomben kamen nach Polizeiangaben aus Richtung des arabischen Stadtteils Issawiya.
Die Polizei hat angesichts der angespannten Lage ihre Präsenz im östlichen und westlichen Teil der Stadt verstärkt. Ihren Schwerpunkt setzt sie auf die Umgebung der Altstadt. „Die Polizei und die Grenzpolizei werden die Ordnung bewahren und jeden Versuch stoppen, das tägliche Leben in der Altstadt und im Osten Jerusalems zu sabotieren“, versicherte Polizeichef Moshe Erdi.
Bild: der ausgebrannte Omnibus im Ostjerusalemer Stadtteil Ras al Amud. Foto: Flash90




