Israel

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Das Flüchtlingsproblem – auch in Israel ein Thema

Die Äußerung des ungarischen Regierungschef Orban: „Die Immigrantenflut gefährdet das christliche Europa“ dominierte gestern in den israelischen Medien die Schlagzeilen.

Die Äußerung des ungarischen Regierungschef Orban: „Die Immigrantenflut gefährdet das christliche Europa“ dominierte gestern in den israelischen Medien die Schlagzeilen. Orban hatte zuvor betont, dass die große Mehrheit der Flüchtlinge aus dem Nahen Osten überwiegend Moslems sind. Damit hat ein führender Regierungschef in der EU anscheinend erstmalig öffentlich ausgesprochen, was viele Menschen in den EU-Ländern beunruhigt. So wie der Nahe Osten hauptsächlich als islamische Region betrachtet wird, so wird Europa als christliche Region gesehen.

Als Israel vor einigen Jahren selbst von einer afrikanischen Immigrantenflut an der Sinai-Grenze zu Ägypten betroffen war, haben israelische Politiker dieselbe Gefahr offen angesprochen. „Die afrikanische Welle von Nichtjude, die nach Israel flüchten, torpediert den jüdischen Charakter Israels“, sagte damals der orthodoxe Parteichef Eli Ischai. Die 65.000 afrikanischen Flüchtlinge oder Eindringlinge, so wie sie in Israel genannt werden, machen mittlerweile knapp 1% der israelischen Bevölkerung aus. Für Israel eine zu große Zahl, daher hat Israel im Jahr 2013 seine Grenze im Süden mit einem Zaun geschlossen. Damals wurde Israel seitens Europa heftig kritisiert, das Land setze sich nicht genügend für die Immigranten aus Afrika ein.

In den israelischen Medien wird das Flüchtlingsdrama in Europa fast täglich debattiert. Besonders die Bilder mit Flüchtlingen in überfüllten Zügen bringt vielen in Israel die grausame Vergangenheit wieder ins Gedächtnis zurück. Israel versteht, dass diesen Flüchtlingen geholfen werden muss, aber andererseits sieht Israel im islamischen Flüchtlingstsunami nach Europa eine demographische Gefahr. Dieser Immigrantentsunami wird aus israelischer Sicht Auswirkungen auf Europa haben. Daher wird als erstes von einem steigenden Rechtsextremismus in den EU-Ländern gewarnt. Israels ehemalige Botschafter in Deutschland und Frankreich, Avi Primor und Daniel Shek haben gestern darüber in einem Forum mit Ynet debattiert. „Die rechtsextremen Parteien werden in den europäischen Länder populärer und diese sind sowieso für einen Austritt aus der EU“, erklärte Shek. Mehr und ausführlicher darüber in der nächsten Israel heute Zeitschrift …

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Patrick Callahan

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