Ein israelischer Friseur hat eine ungewöhnliche Aktion gestartet, um gläubige Juden vor antisemitischen Attacken zu schützen: Er bietet eine „unsichtbare Kippa“ an. Das Gebetskäppchen, das männliche Juden stets tragen und das sie als Juden erkennbar macht, wird bei ihm aus echten Haaren gefertigt. Im Gegensatz zu den üblichen Kippas aus Stoff oder Wolle (Foto) ist dieses Haar-Hütchen kaum zu erkennen. Die „magische Kippa“ ist speziell für europäische Juden gedacht.
„Ich war schon ganz krank davon und konnte es schließlich nicht mehr hören, dass viele Juden in Europa ihre Kippa nicht mehr auf der Straße oder bei der Arbeit tragen konnten“, berichtete der Erfinder Shalom Koresh dem israelischen Fernsehsender i24news. Ein Freund von ihm sei ein Bankangestellter. Der habe erzählt, dass sich Kunden weigerten, mit ihm zu reden, weil er eine Kippa trug.
Die Kunden schicken Koresh ein Büschel Haare, aus denen er dann ein kleines Gebetskäppchen herstellt. Es wird mit einem Klettband befestigt. Die Kippa kann gewaschen werden, und wenn der Besitzer sich die Haare färben sollte, macht die Echthaar-Kippa auch das mit.
Das folgende Video in französischer Sprache zeigt, wie die „unsichtbare Kippa“ angepasst wird. Es wurde am 5. Januar veröffentlicht, vier Tage vor dem Angriff auf den jüdischen Supermarkt in Paris, bei dem vier Juden durch einen islamistischen Fanatiker umgebracht wurden. Friseur Koresh berichtet, seit diesem Angriff und weiteren antisemitischen Vorfällen gäbe es aus Frankreich und Belgien eine große Menge an Bestellungen.




