Mehr als vier Jahrzehnte nach der Schlacht von Sultan Yacoub im Ersten Libanonkrieg hat Israel die sterblichen Überreste des seit 1982 vermissten Soldaten Yehuda Yekutiel Katz nach Hause gebracht. Die israelische Armee bestätigte am Dienstag, dass die bei einer besonderen Operation geborgenen Überreste nach Israel gebracht und eindeutig identifiziert wurden.
Die Operation wurde nach Angaben der IDF unter Führung des Militärgeheimdienstes gemeinsam mit dem Mossad durchgeführt. Sie war Teil jahrzehntelanger nachrichtendienstlicher und operativer Bemühungen, das Schicksal des vermissten Soldaten zu klären und ihn nach Israel zurückzubringen.
Nach der Bergung wurden die sterblichen Überreste im Zentrum für die Identifizierung von Gefallenen der Militärrabbiner-Einheit unter Beteiligung des Sanitätskorps und der israelischen Polizei untersucht. Nach Abschluss des Identifizierungsverfahrens wurde die Familie informiert.
Katz war Panzer-Soldat und fiel am 11. Juni 1982 in der Schlacht von Sultan Yacoub. Seitdem galt er als vermisst. Die Kämpfe fanden im Bekaa-Tal im Libanon statt, wo israelische Truppen während des Ersten Libanonkriegs auf syrische Streitkräfte trafen.
More than 44 years after he disappeared in battle, the remains of IDF soldier Yehuda Katz have finally come home.
May his memory be a blessing. 🕯️🇮🇱 pic.twitter.com/xX7D0rKVfN— StandWithUs (@StandWithUs) August 18, 2026
Drei israelische Soldaten blieben nach der Schlacht über Jahrzehnte vermisst: Zachary Baumel, Zvi Feldman und Yehuda Katz. Ihre Rückführung beschäftigte die israelischen Sicherheitsdienste und mehrere Regierungen über Jahrzehnte hinweg.
Baumels sterbliche Überreste wurden 2019 nach einer geheimen Operation nach Israel gebracht. Im Mai 2025 gelang es Israel, auch die sterblichen Überreste Feldmans zurückzuführen. Katz war damit der letzte der drei Vermissten von Sultan Yacoub, der noch nicht nach Israel zurückgebracht worden war.
Die Suche nach ihm wurde auch nach der Rückführung von Baumel und Feldman fortgesetzt. Nach Angaben der IDF basierten die Bemühungen auf präzisen Geheimdienstinformationen und einer Reihe komplexer Operationen, die sich über mehr als vier Jahrzehnte erstreckten.
IDF-Generalstabschef Eyal Zamir sprach nach der Rückführung mit der Familie von Katz. Mit der Rückkehr des letzten Vermissten sei nach 44 Jahren ein Kreis geschlossen worden. „Die Schlacht von Sultan Yacoub ist zu Ende“, erklärte Zamir gegenüber der Familie.
Auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erinnerte daran, dass er im Laufe der Jahre zahlreiche geheime Operationen zur Suche nach den Vermissten von Sultan Yacoub genehmigt habe. Den Familien habe er versprochen, die Bemühungen um ihre Rückkehr niemals einzustellen.
במבצע מיוחד של צה״ל והמוסד, השבנו הביתה את עצמותיו של לוחם השריון, רס״ל יהודה יקותיאל כץ ז״ל, שנפל בקרב בסולטן יעקב ביוני 1982 במלחמת לבנון הראשונה.
לפני כשבע שנים השבנו לקבר ישראל את רס״ל זכריה באומל ז״ל, במאי 2025 השבנו את רס״ל צביקה פלדמן ז״ל, ולרגע לא פסקנו מלפעול להשבתו של… pic.twitter.com/84qZnP8ijJ
— Benjamin Netanyahu – בנימין נתניהו (@netanyahu) August 18, 2026
„Vor etwa sieben Jahren brachten wir Zachary Baumel zur Beisetzung nach Israel zurück. Im Mai 2025 brachten wir Zvi Feldman zurück. Und keinen Augenblick lang haben wir die Bemühungen eingestellt, auch Yehuda Katz zurückzubringen“, erklärte Netanjahu.
Der Ministerpräsident erinnerte auch an Katz’ Eltern Sarah und Yosef, die sich über Jahre hinweg für die Suche nach ihrem Sohn eingesetzt hatten, seine Rückkehr jedoch nicht mehr erlebten. An Katz’ Geschwister Avi und Perachia gerichtet sagte Netanjahu: „Wir bringen euch den geliebten Yehuda zurück – zu euch und in die Erde des Landes Israel, das er so sehr liebte.“
Netanjahu dankte der IDF, dem Mossad, dem Shin Bet sowie dem Koordinator für die Geiseln und Vermissten für ihre jahrelangen Bemühungen. Israel bleibe der Aufgabe verpflichtet, seine Vermissten und Geiseln zurückzubringen.
Mit der Identifizierung und Rückführung von Yehuda Katz sind nun alle drei israelischen Soldaten, die nach der Schlacht von Sultan Yacoub über Jahrzehnte als vermisst galten, nach Israel zurückgebracht worden.




