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Sa’ar fordert nationalen Plan zur Vorbereitung auf Masseneinwanderung

Israels Chefdiplomat hat vor einer verstärkten Einwanderung aus Frankreich und Großbritannien gewarnt, die auf den weltweit wachsenden Antisemitismus zurückzuführen sei.

Sa’ar
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der Vorsitzende der Partei Neue Hoffnung, Gideon Sa’ar, bei einer Pressekonferenz am 29. September 2024. Foto: Haim Zach/GPO

Der israelische Außenminister Gideon Sa’ar hat eine Dringlichkeitssitzung einberufen, um sich auf einen erwarteten Anstieg der Einwanderung vorzubereiten, da der Antisemitismus nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 weltweit zunimmt.

In einem Brief an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte Sa’ar am Mittwochabend, dass eine Welle des weltweiten Antisemitismus das Sicherheitsgefühl der Juden in der Diaspora stark beeinträchtigt und bereits zu einer erhöhten Nachfrage nach Einwanderung nach Israel geführt habe.

„Es ist ein umfassender nationaler Plan erforderlich, der auch die optimale Integration der erwarteten Einwanderer beinhaltet“, schrieb er.

Der Außenminister wies darauf hin, dass die Einwanderung aus Frankreich und Großbritannien bereits zugenommen habe. Dieses Phänomen werde sich wahrscheinlich auf andere Länder ausweiten, so Sa’ar.

In Großbritannien wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 1.978 Fälle von Judenhass registriert. Dies ist die höchste Zahl, die der Community Security Trust (CST), eine jüdische Organisation, die Daten über Antisemitismus sammelt, jemals für den Zeitraum Januar bis Juni gemeldet hat. Der bisherige Rekord lag bei 1.371 Vorfällen im Jahr 2021.

Am 24. November zogen rund 60.000 Demonstranten durch die britische Hauptstadt, um gegen den zunehmenden Judenhass zu protestieren. Es war die größte Demonstration gegen Antisemitismus in London seit der antifaschistischen „Schlacht in der Cable Street“ im Jahr 1936.

Am 19. November forderten französische Beamte eine gemeinsame Reaktion der Europäischen Union auf das, was sie als „einen der schlimmsten Ausbrüche von Antisemitismus“ in der jüngeren Geschichte bezeichneten. Der französische Europaminister Benjamin Haddad berief eine Dringlichkeitssitzung mit seinen EU-Amtskollegen in Brüssel ein, um das Thema zu erörtern.

Ein im November veröffentlichter Bericht der Nationalen Task Force zur Bekämpfung der Delegitimierung des israelischen Ministeriums für Diaspora-Angelegenheiten ergab, dass seit dem Massaker vom 7. Oktober 2023 mehr als 96% der Juden in Europa im Alltag mit Antisemitismus konfrontiert sind.

 

(JNS)

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Patrick Callahan

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