Zwei Beduinen wegen des Mordes an Soldaten in Arad festgenommen

Der Israelische Sicherheitsdienst (Shin Bet) hat heute bekanntgegeben, dass am Freitagabend zwei Beduinen festgenommen wurden, die im Verdacht stehen, den 19-jährigen Soldaten Ron Itzhak Kokia umgebracht und seine Waffe gestohlen zu haben.

Der Israelische Sicherheitsdienst (Shin Bet) hat heute bekanntgegeben, dass am Freitagabend zwei Beduinen festgenommen wurden, die im Verdacht stehen, den 19-jährigen Soldaten Ron Itzhak Kokia umgebracht und seine Waffe gestohlen zu haben.

Die Festnahme erfolgte nur 24 Stunden nach der Tat. Ergebnissen des Verhörs zufolge hatten die beiden aus dem Negev stammenden Beduinen die Tat sehr genau geplant. Der Ort, eine düstere Station, an der immer viele Soldaten einer nahe gelegenen Basis warten, sei bewusst gewählt worden. An jenem Abend war der Soldat jedoch alleine. Einer der Verdächtigen gestand die Tat und führte die Sicherheitskräfte zu dem gestohlenen Gewehr des Soldaten.

Gestern wurden die Verdächtigen an den Tatort gebracht, wo sie den Mord gestanden nachgestellt haben. Dafür wurde die Umgebung weiträumig abgesperrt. Die Identität der Täter darf noch nicht veröffentlicht werden, sie sind nicht vorbestraft.

Ein Verwander der Verdächtigen sagte, dass es ihm schwer falle zu glauben, dass sie die Tat verübt hätten. „Ich glaube nicht an die Version der Polizei, vielleicht haben sie Druck ausgeübt, um des Geständnis zu bekommen“, sagte er. „Wir verurteilen den Mord an den Soldaten. Es gibt niemanden in unserer Familie, die Juden oder Araber schaden wollen.“

Der Bürgermeister von Arad, Nissan Ben Chemo, zeigte sich besorgt: „Unsere größte Sorge war, dass es sich bei den Tätern um Beduinen aus der Umgebung handelt. Wenn sich das als richtig erweisen sollte, wäre das sehr schlecht für die ohnehin zerbrechlichen Beziehungen untereinander. Ich hoffe sehr, dass diese Tat nicht noch weitere Auswirkungen haben wird. Hier in Arad besteht eine Koexistenz mit den Beduinen aus der Umgebung, die Arad als ihr Zentrum für die Geschäfte und ihre Arbeit nutzen. Die Anwesenheit der Beduinen in der Stadt kann durch diese Tat gemischte Gefühle hervorrufen. Dieses ganze vorbildliche Zusammenleben kann kaputt gemacht werden. Ich hoffe, wir werden diesen Wahnsinn gut überstehen.“

Die Familie des ermordeten Soldaten Ron Itzhak Kokia bei seiner Beerdigung., gestern. Hunderte waren gekommen, um sich zu verabschieden (Foto: Miriam ALster/Flash90)

Der Vater des Opfers, Boaz Kokia, sagte nach Bekanntwerden der Festnahme von den zwei Verdächtigen: „Ich bin zufrieden damit, dass es den Sicherheitskräften gelungen ist, den Mörder meines Sohnes zu fassen. Auch bin ich froh, dass die Waffe gefunden wurde und damit vielleicht eine weitere Tragödie für die Bürger Israels verhindert werden konnte.“

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