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„Wütender“ Abbas verurteilt Gewalt nach tödlicher Terrorattacke

Palästinenserchef Mahmud Abbas erzählte ehemaligen israelischen Abgeordneten, dass „jeder durch Gewalt verliere“, Stunden nachdem ein israelischer Mann in Gush Etzion erstochen wurde.

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, sagte am Sonntag, er verurteile Gewalt. Damit reagierte er auf eine Terrorattacke, bei welcher ein palästinensischer Teenager einen Mann aus Israel erstochen hat. Die Bekanntgabe dieser Erklärung erfolgte im Rahmen eines Treffens Abbas mit mehreren ehemaligen israelischen Politikern in Ramallah, darunter auch der ehemalige Justizminister Yossi Beilin.

Der Terrorangriff erfolgte Sonntag vor der Harim Mall an der Etzion-Kreuzung, südlich von Jerusalem. Das Opfer war Ari Fuld, 45, aus der Efrat-Siedlung und vierfacher Vater. Vor seinem Kollaps gelangt es ihm noch, seinen Angreifer zu verfolgen und anzuschießen. Der Angreifer war Khalil Jabarin, ein 17-jähriger Junge aus Yatta, einem Dorf südlich von Hebron. Er wurde leicht verwundet in ein israelisches Krankenhaus gebracht.

Nach Angaben von Beilin war Abbas „sichtlich wütend über die Attacke“. Abbas befürworte nur eine friedliche Opposition gegenüber der israelischen Politik, wie die Times of Israel berichtete.

Auch Wafa, die offizielle Nachrichtenseite der Palästinensischen Autonomiebehörde, berichtete über Abbas Ablehnung von Gewalt. „Der Präsident des Staates Palästina, Mahmud Abbas, bekräftigte das Engagement der palästinensischen Seite für Frieden und friedlichen Widerstand, da Töten, Besiedlung, Zerstörung und Entwurzelung von Menschen für keine Partei in der Region Frieden und Sicherheit schaffen.“

In krassem Kontrast zur Reaktion der Palästinensischen Autonomiebehörde bezeichnete Husam Badran, Funktionär der Hamas, die Attacke als „heroisch“. „Unser palästinensisches Volk erhielt heute die Nachricht von dem heroischen Angriff, den der Revolutionär Khalil Jabarin in der Siedlung Gush Etzion südlich von Jerusalem durchführte.“

Auch die Terrororganisation Islamischer Dschihad in Palästina lobte die Attacke in einer Erklärung und bezeichnete sie als „eine natürliche Antwort auf die Aggression und die Verbrechen des zionistischen Terrors“, berichtete die mit der Gruppe vernetzte Internetseite Palestine Today.

Inzwischen gibt es Meldungen, nach denen es Hinweise auf die bevorstehende Tat gegeben haben soll. So hat der Vater die palästinensischen Behörden darüber informiert, dass sein Sohn vergangenen Sonntag nicht zur Schule gegangen sei. Die PA sah dies jedoch nicht als Grund an, die israelischen Behörden zu informieren, da ansonsten keine weiteren Hinweise auf die Tat vorlagen.

Jedoch ging Jabarins Mutter zum nahen Meitar-Checkpoint und sagte den Soldaten, dass ihr Sohn einen Terrorangriff plane, ohne jedoch spezifische Details zu nennen. Die israelischen Sicherheitskräfte planen nun, weitere Mitglieder der Familie zu vernehmen, um so herauszufinden, inwieweit sie von seinen Plänen wussten.

Unterdessen sind Soldaten der israelischen Armee dabei, das Haus der Familie des Terroristen für die eventuelle spätere Zerstörung vorbereiten.

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Patrick Callahan

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