Bild: Das örtliche Café kann mit der Venn-App mit den Anwohnern kommunizieren.

Venn
Im letzten Jahr hat sich vieles ins Internet verlagert. Freunde trifft man auf Facebook, und sogar Familientreffen finden über Zoom statt. Aber natürlich ist das nicht das Gleiche, wie jemanden real zu treffen.
Das hat sich auch das israelische Team von Venn gedacht. Dort hat man eine App entwickelt, die versucht, aus Nachbarn eine Gemeinschaft zu schaffen. Dafür verbindet sie die Bewohner eines Stadtviertels miteinander, dazu Vermieter, Dienstleister, Cafés und Restaurants, die zuständige Stadtverwaltung und so weiter, sodass alle relevanten Parteien vernetzt sind. Nachbarn können auf diese Weise Straßenparties, Flohmärkte und viele weitere gemeinschaftliche Projekte erstellen, aber auch Yoga-Unterricht, Buchclubs oder Putzdienste anbieten.
Das Bedürfnis nach echter menschlicher Nähe ist momentan besonders groß. Es überrascht nicht, dass Venn Anfang Juni einen Investitionsschub von über 50 Millionen Euro erhielt und nun große Pläne hat. Bisher organisiert Venn Nachbarschaften in Brooklyn, Tel Aviv, Kansas City und Berlin-Friedrichshain. Bis 2030 will das Unternehmen in 100 Städten vertreten sein und aus Nachbarn Freunde machen.




