Wahlen: Arbeitspartei hat ihre Liste gewählt

Die Arbeitspartei hat gestern ihre Liste für die Wahlen am 9. April gewählt. Dabei wurden die Führer der Demonstrationen für soziale Gerechtigkeit vom Jahr 2011 auf die ersten Plätze der Partei gewählt. Viele langjährige Knessetangeordnete der Partei werden sich nach den Wahlen von der Knesset verabschieden müssen.

von Dov Eilon |
Optimismus nach den Vorwahlen. Avi Gabbai mit Parteimitgliedern nach Verlesung der Wahlergebnisse, gestern in Tel Aviv Foto: Foto: Tomer Neuberg/Flash90

Einem letzten Umfrageergebnis zufolge wird die Arbeitspartei bei den kommenden Wahlen zur Knesset gerade mal die Prozenthürde überwinden und um die 5 Sitze erhalten. Vielleicht sogar bis zu 7 Sitze. Daher war ein gutes Abschneiden bei den gestrigen Vorwahlen der Partei sehr wichtig. Nur die ersten 5 der gewählten Liste zur 21. Knesset können sicher sein, einen Platz im Parlament zu bekommen. Die nächsten 5, also die Plätze 6 bis 10 haben wenigstens noch eine theoretische Chance, in die Knesset gewählt zu werden.

Es waren gestern die jungen Abgeordneten Stav Shafir und Itzik Shmuli, Führer der 2011-Demonstrationen für soziale Gerechtigkeit, denen es damals in nur 3 Wochen gelang, fast eine halbe Million Israelis auf die Straße zu bringen, die an die Spitze der Liste der Arbeitspartei gewählt wurden. Itzik Shmulik war der Sieger der Vorwahlen, hinter ihm Stav Shafir und die ehemalige Parteivorsitzende Shelly Yechimovitch. Zusammen mit Parteichef Avi Gabbai und einem weiteren Kandidaten seiner Wahl (Identität noch nicht bekannt) belegen sie die ersten 5 Plätze der Liste zur Knesset.

Der ehemalige Vorsitzende der Arbeitspartei und ehemalige Verteidigungsminister Amir Peretz gewann gestern den vierten Platz und befindet sich auf den noch realen Platz 6 der Liste. Für die weiteren Kandidaten ist ein Sitz in der nächste Knesset nicht sicher. Eitan Cabel, der seit 1996 in der Knesset ist und Generalsekretär der Partei war, hatte sich besonders in der letzten Zeit sehr heftig gegen von Gabbai geäußert, besonders nach dem Rausschmiss von Tsippi Livni aus der „Zionistischen Liste“. Vielleicht einer der Gründe dafür, dass er Platz 15 der Liste belegt und wohl kaum in der nächsten Knesset sitzen wird.

Itzik Shmuli, der Sieger der Vorwahlen, bedankte sich bei seinen Wählern und sagte: „Ich bin sehr aufgeregt und danke den Tausenden Mitgliedern der Arbeitspartei für ihr großes Vertrauen in mich. Die Arbeitspartei präsentiert das hochwertigste und vielfältigste Team, das ab morgen früh ohne Angst zusammen voranschreiten wird, sodass die Partei, die den Staat gegründet hat, im Sturm wieder seine Führung übernehmen wird. Danke!“

Parteivorsitzender Avi Gabbai zeigte sich nach den Vorwahlen trotz der schlechten Umfrageergebnisse weiter zuversichtlich. „Die Liste ist ein Erfolg für die Arbeitspartei. Mit Shelly, Amir, Itzik, Stav und den anderen ist es eine hervorragende Vertretung der Bürger des Landes“, sagte er.

„Heute haben wir die Arbeitspartei von ihrer schönsten Seite gesehen. Alle diejenigen, die es eilig hatten, die Partei zu begraben, sollten es ruhig angehen lassen. Wir sind noch immer stark. Die Umfragen sind im Moment nicht gut und wir gehen damit nicht leichtfertig um, aber 59 Tage vor der Wahl haben wir eine hohe Teilnehmerquote an den Wahlen und das ist ein Vertrauensbeweis. Wir werden diesen Rückenwind nutzen und den Trend ändern und in den Umfragen besser abschneiden“, sagte Gabbai weiter.

Israel Today Newsletter

Daily news

FREE to your inbox

Israel Heute Newsletter

Tägliche Nachrichten

KOSTENLOS in Ihrer Inbox