UNESCO wirft Israel Gefährdung der Jerusalemer Altstadt vor

Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen (UNESCO) wirft Israel vor, die Jerusalemer Altstadt zu gefährden. Arabische Staaten wie Algerien, der Libanon und Katar haben in dieser Woche eine Resolution bei der UNESCO eingereicht. „Die Besatzungsmacht und extreme Siedlergruppen führen immer wieder illegale Ausgrabungen in der historischen Altstadt durch“, wird darin beklagt. Zudem wird Israel in der Resolution vorgeworfen, heilige muslimische Stätten wie die Al Aksa-Moschee zu entweihen. Auch wird der jüdische Staat für den Bau der Straßenbahnlinie in der Nähe der alten Stadtmauern kritisiert.

UNESCO wirft Israel Gefährdung der Jerusalemer Altstadt vor

Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen (UNESCO) wirft Israel vor, die Jerusalemer Altstadt zu gefährden. Arabische Staaten wie Algerien, der Libanon und Katar haben in dieser Woche eine Resolution bei der UNESCO eingereicht. „Die Besatzungsmacht und extreme Siedlergruppen führen immer wieder illegale Ausgrabungen in der historischen Altstadt durch“, wird darin beklagt. Zudem wird Israel in der Resolution vorgeworfen, heilige muslimische Stätten wie die Al Aksa-Moschee zu entweihen. Auch wird der jüdische Staat für den Bau der Straßenbahnlinie in der Nähe der alten Stadtmauern kritisiert.

Die Resolution der arabischen Länder spricht vom Tempelberg nur als einem „heiligen muslimischen Ort“. Zudem wird in dem Schreiben an die UNESCO gefordert, die Jerusalemer Altstadt weiterhin auf die Liste der gefährdeten Weltkulturerbe zu setzen. Dort werden Stätten aufgenommen, die infolge von Krieg oder Naturkatastrophen oder durch Verfall ernsthaft bedroht sind. Seit einem jordanischen Vorstoß im Jahr 1982 steht die Jerusalemer Altstadt auf dieser „Roten Liste“ der UNESCO.

Israels Regierung prangert die Resolution als „sehr einseitig“ an. Sie sei „verzerrt und weit weg von der Realität“, erklärte Dore Gold vom Außenministerium. Die UNESCO „ignoriert bewusst die historische Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und seiner Hauptstadt sowie die engen Verbindungen des Christentums zu dieser Stadt.“

In Israel ist die Bevölkerung sauer: Eine für drei Religionen wichtige Stätte, für deren Sicherheit Israel sorgt und zu der jährlich Millionen von Touristen anreisen, steht auf der Liste der gefährdeten Kulturerbe-Stätten. In Syrien werden währenddessen 2000 Jahre alte einzigartige Statuen von IS-Kämpfern vernichtet, ohne dass ein arabischer Staat die Aufnahme in die „Rote Liste“ der UNECO fordert.

Foto: Nati Shohat (Flash90)

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