Die christlichen Schulen in Israel streiken. Schüler, Eltern und Lehrer aus der christlich-arabischen Bevölkerung haben vor der Wohnung des israelischen Finanzministers Mosche Kachlon in Haifa demonstriert. „Die Kinder sind zu Hause und die Regierung stört sich nicht daran“, hieß eine Parole auf ihren Schildern. „Auch wir wollen das neue Schuljahr feiern, so wie du das jüdische Neujahrsfest feierst“, riefen die Demonstranten.
Seit dem 1. September streiken 47 christliche Schulen in Israel, da die Regierung ihren Forderungen nicht nachgekommen ist. 33.000 christlich-arabische Schüler haben deshalb vor zwei Wochen ihr neues Schuljahr nicht begonnen. Anfänglich forderten die kirchlichen Schulen ein Jahresbudget von umgerechnet rund 50 Millionen Euro für das bevorstehende Schuljahr. Nun versucht die Regierung, sich mit ihnen auf einen Zuschuss von 25 Millionen Euro zu einigen.
Nach dem jüdischen Neujahrsfest am Mittwoch werden beide Seiten, Regierung und die christlich-arabischen Schulführung, die Verhandlungen fortsetzen.
Immer wieder droht das gesamte israelische Schulsystem zum Ende der Sommerferien durch Streiks gelähmt zu werden. Es streiken jeweils verschiedene Strömungen im Land, darunter auch jüdisch-orthodoxe Schulen, weil sie von der Regierung mehr Geld verlangen.
Foto: Protest der christlichen Schulvertreter vor der Residenz des Ministerpräsidenten in Jerusalem.
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