So denkt ein jugendlicher Märtyrer

Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet hat das Vernehmungsprotokoll der zwei bislang jüngsten Attentäter veröffentlicht.

von Israel Heute Redaktion |
Empfindet Reue: Der 11-jährige Attentäter würde es nicht wieder tun, sagt er. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Darin beschreibt der 11 Jährige, was an dem Tag geschah, an dem er und sein 14 jähriger Cousin in der Jerusalemer Straßenbahn auf einen Sicherheitsmann einstachen:

„Ich habe meinen Cousin vor meiner Schule getroffen. Er sagte, dass er seinen Verwandten rächen will, der erschossen wurde, als er versuchte, einen Polizisten zu erstechen. Wir sind von Schuafat zum Damaskus-Tor gefahren, um einen Soldaten zu erstechen. Aber sie standen in Gruppen zusammen. Wir fanden keinen Soldaten, der allein war. Mein Cousin zeigte mir sein Messer. Er hatte es im Rucksack. Ich habe mir eine Schere gekauft. Dann sind wir zur Straßenbahn gegangen, um nach Juden zu suchen, die wir erstechen konnten. In der Straßenbahn waren zwei Sicherheitsmänner. Aber weil sie zusammen waren, unternahmen wir nichts. Dann ist einer von ihnen ausgestiegen. Wir haben den anderen sofort angegriffen. Ich habe ihn in den Kopf gestochen, mein Cousin in Brust und Bauch. Er zog seine Pistole und schoss mir in den Bauch.“ Die Aussage des elfjährigen Kindes endet folgendermaßen: „Ich wollte als Märtyrer sterben. Aber jetzt verstehe ich, dass ich einen Fehler gemacht habe. Es tut mir leid.“

Dass es dem Jungen leid tut, da er nun im Gefängnis sitzt, ist verständlich. Aber ob andere Kinder von ihm lernen, keine Anschläge zu verüben, ist sehr fraglich. Sicher ist jedoch, dass die Gehirnwäsche der palästinensischen Jugend erfolgreich Früchte trägt, denn eine ganze Generation ist bereit zu sterben, um wenigstens einen Juden zu töten.

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