Schüler finden eine 1.600 Jahre alte, seltene Goldmünze.

Vier Schüler haben während eines Ausflugs am Sanhedrin-Pfad eine alte Goldmünze gefunden. Es war ein ganz besonderer Fund.

von David Lazarus |
Foto: IAA

Die reine Goldmünze, die erste in Israel gefundene Münze diese Art, wurde vom byzantinischen Kaiser Theodosius II. geprägt, dessen Edikte zur Abschaffung des Sanhedrin-Rates und zur großflächigen Emigration von Juden aus dem Land Israel in die Diaspora führten.

Wie ironisch ist es, dass 1.600 Jahre nach dem grausamen antisemitischen Erlass des Kaisers Theodosius II. vier israelische Schüler, die an einem Bach entlang des alten Sanhedrin-Pfades entlang spazieren, ein seltenes Zeugnis für diesen dramatischen Moment in der jüdischen Geschichte entdecken – eine Münze als Vertretung der byzantinischen Christen, die 415 v. Chr. versuchen, der jüdischen Präsenz im Land Israel ein Ende zu setzen! Der „Sanhedrin Trail“ wurde kürzlich zu Ehren zum 70. Jahrestag der Gründung des neuen Staates Israel gewidmet!

Dr. Gabriela Bijovsky von der israelischen Altertumsbehörde (IAA), erklärte zu der Münze: „Die Goldmünze ist ein von Kaiser Theodosius II. In Konstantinopel (heute Istanbul) um 420–423 n. Chr. geprägter Solidus. Ähnliche Münzen sind aus dem östlichen byzantinischen Reich bekannt, aber dies ist die erste dieser Art, die in Israel entdeckt wurde. Eine Seite zeigt das Bild des Kaisers und die andere zeigt das Bild des Sieges der Göttin, der den Stab des Kreuzes hält.“

Yair Amitzur, IAA-Chefarchäologe des Sanhedrin-Pfades, erklärte: „Kaiser Theodosius II. schaffte das Amt des ‚Nasi‘ ab, dem Chef des Sanhedrin-Rates, und ordnete an, dass alle jüdischen Finanzbeiträge für den Sanhedrin an kaiserliche byzantinische Schatzkammer übertragen werden sollten. Amitzur fährt fort: „Der von der IAA initiierte Sanhedrin-Pfad erzählt die Geschichte der jüdischen Führung in Galiläa zur Zeit der Mischna und des Talmud in der römischen und byzantinischen Zeit. Es ist symbolisch, dass die am Sanhedrin-Pfad entdeckte Goldmünze die Epoche dramatischer Ereignisse widerspiegelt, als der Sanhedrin in Galiläa nicht mehr tätig war und das Zentrum des jüdischen Lebens von Galiläa nach Babylon verlegt wurde.“

Theodosius II. war einer der einflussreichsten Kaiser des Byzantinischen Reiches. Der Erlass des Kaisers am 17. Oktober 415 entzog Raban Gamliel VI, „Nasi“, des Sanhedrin, jegliche Autorität, weil er sich geweigert hatte, sich den antisemitischen byzantinischen christlichen Gesetzen gegen die Juden zu unterwerfen. Das Byzantinische Reich war die Fortsetzung des katholisch / christlich-römischen Reiches in seinen östlichen Provinzen mit seiner Hauptstadt Konstantinopel (dem heutigen Istanbul). Das Reich blieb tausend Jahre lang bestehen, bis es 1453 an das türkische Osmanische Reich fiel.

Die vier Schüler der 9. Klasse des HaEmeq-HaMaaravi-Gymnasiums im Kibbutz Yifat im Jezreel-Tal waren auf den Feldern neben dem Zippori-Bach in Galiläa neben dem Sanhedrin-Pfad unterwegs, als sie die Goldmünze auf dem Boden entdeckten. Die Schüler erkannten sofort, dass es sich um eine bedeutende Entdeckung handelte, und erzählten ihrem Geographie- und Geschichtslehrer Sohar Porshyan davon, der sich dann mit der israelischen Altertumsbehörde in Verbindung setzte. Sie überreichten die Münze Nir Distelfeld vom Diebstahlschutz der Altertumsbehörde und zeigten ihm die Fundstelle auf dem Feld. Distelfeld verlieh den Jungen Zertifikate für ihre gute Staatsbürgerschaft und sagte: „Es ist ungewöhnlich, einzelne Goldmünzen zu finden, da sie sehr wertvoll sind und die Menschen darauf geachtet haben, sie nicht zu verlieren. Ich lobe die Schüler und ihrem Lehrer für ihre gute Staatsbürgerschaft.“

(Foto: IAA)

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