MitgliederReformation statt Provokation

Nicht wenige gehen davon aus, dass moderne jüdische Gläubige an Jeschua (Jesus), die einen jüdischen Lebensstil haben und unkonventionelle Bibelauslegungen unterstützen, provokativ und anachronistisch seien.

von Gershon Nerel |
Foto: Sebi Berens/Flash90

In Wahrheit handelt es sich bei diesen Gläubigen um ein prophetisches, zeitliches Phänomen, das im Vorfeld der Wiederkunft des Herrn Jeschua unterschiedlichste Kreise inspiriert.

Bei den Jesusgläubigen geht es um ihre eigene geistliche Reformation, die nicht nur das Christentum herausfordert, sondern auch das traditionelle Judentum. Die Existenz einer weltweiten, lebendigen messianischen Jeschua-Bewegung mit frischen biblischen Auslegungen und einer starken hebräischen Identität spricht „sensible Nerven“ der Christenheit, aber auch solche des Judentums an. Diese Bewegung bringt sowohl Kirche als auch Synogoge dazu, ihre tief verwurzelten Überzeugungen bezüglich Auffassung und Credo direkt und indirekt zu überdenken. Das Christentum zögert noch, innerhalb seiner selbst eine ausgeprägte und doch berechtigte jüdische Entität anzuerkennen. Teile des Mainstream-Judentums nehmen den messianischen Glauben neu unter die Lupe, besonders im Hinblick auf moderne „falsche“ Messiasse. Die israelisch-jüdische Identität wird neu definiert.

Die nationale, geistliche Revolution der messianischen Jesusgläubigen umfasst Exegese und Symbolik, Liturgie, Hymnologie, Gesellschaft und Universalismus.

Die meisten der Jesusgläubigen lehnen die Bezeichnung „christlicher Jude“ oder „jüdischer Christ“ ab. Stattdessen möchten sie als jüdische...

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