Reaktionen auf israelische Operation

„Israel kann seine Feinde überall erreichen“, sagte Netanjahu in einer Erklärung. Benny Gantz unterstützte die Liquidierung des Terroristen.

von Israel Heute Redaktion |
Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Generalstabschef Aviv Kochavi Foto: Miriam Alster/Flash90

Während Israel nach der gezielten Liquidierung des Kommandanten der Al-Quds-Brigden des Islamischen Dschihad unter Raketenfeuer steht, gibt es von allen Seiten unterschiedliche Kommentare und Meinungen zu der derzeitigen Situation. Gerade auch in Betracht der politischen Situation ist es sehr interessant zu hören, wie sich die Politiker dazu äußern.

Benny Gantz

Ungewöhnlicherweise ist sich dieses Mal das gesamte politische Spektrum ziemlich einig. So äußerte auch der Vorsitzende der Partei Blau Weiß, Benny Gantz, der sich sonst selten mit Netanjahu einig ist, seine Zustimmung zu der jüngsten Aktion.

Der Kampf gegen den Terrorismus setzt sich fort und fordert schwere Entscheidungen. Die politische Ebene und die israelische Armee haben diese Nacht die richtige Entscheidung für die Sicherheit der israelischen Bürger und Bewohner des Südens getroffen“, hieß es in seinem Kommentar.

Blau Weiß wird alle angemessenen Maßnahmen zur Sicherheit Israel unterstützen“, erklärte er weiter, „und die Sicherheit der Bevölkerung über die Politik stellen. Jeder Terrorist, der unsere Sicherheit gefährdet, ist tot.“ Der ehemalige Generalstabschef der israelischen Armee hatte sich schon länger für ein härteres Durchgreifen im Gazastreifen ausgesprochen.

Präsident Reuven Rivlin

Staatspräsident Rivlin äußerte sich ebenfalls zu der Situation und forderte vor allem die Bürger auf, sich zu ihrer eigenen Sicherheit an die Richtlinien zu halten und vorsichtig zu sein. „Bitte, israelische Bürger, beachtet die lebensrettenden Richtlinien des Heimatfrontkommandos“, forderte er.

Er sprach den Israelis danach die Unterstützung der Armee und Politik zu und erklärte, dass nun nicht die Zeit für politische Auseinandersetzungen sei.

Gideon Sa‘ar

Der ehemalige Innenminister, Gideon Sa‘ar, gratulierte ebenfalls zu der gelungenen Operation: „Ich gratuliere dem Ministerpräsidenten und Verteidigungsminister [Netanjahu], der israelischen Armee und den Sicherheitskräften zu der Entscheidung, und deren Umsetzung, Baha Abu al-Ata zu beseitigen. Das israelische Volk ist sich im Moment einig und diese Einheit sollte sich auch politisch widerspiegeln. Israel an die Macht. Das Ziel sollte nun sein, die militärische Infrastruktur der Hamas und des Islamischen Dschihad im Gazastreifen abzubauen.

Amir Peretz

Amir Peretz, Vorsitzender der Arbeitspartei, kommentierte die jüngsten Ereignisse auf Facebook. „In diesen Zeiten ist es am wichtigsten, die israelischen Soldaten voll und ganz zu unterstützen und die Bewohner zu stärken, deren Unerschütterlichkeit im Laufe der Jahre die wahre Stärke Israels war.“ Er stimmte Rivlin zu, dass nun nicht die Zeit für politische Fragen sei und die Sicherheit der israelischen Bürger über allem stehe.

Vereinigte Arabische Liste

Auch die Vereinigte Arabische Liste äußerte sich zu den Vorfällen. Allerdings, wie erwartet, Netanjahu und der jüngsten Entscheidung gegenüber nicht sehr positiv. „Um seine Haut zu retten: Netanjahu tut das Einzige, was er kann: Töten, Zerstören und Schnauben. In seinem Kopf ist Blutvergießen.“ (Das mit der Einheit und dem Vorrang der Sicherheit der Bürger vor Politik scheinen sie wohl noch nicht ganz verstanden zu haben.)

Netanjahu: „Tickende Zeitbombe“

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte heute in einer Ansprache im Rahmen eines Treffens mit Generalstabschef Aviv Kochavi und dem Chef des Sicherheitsdienstes Nadav Argaman, dass der Terrorist des Islamischen Jihads, Baha Abu al-Ata, eine tickende Zeitbombe gewesen sei, der in der Vergangenheit zahlreiche Attacken gegen Israel ausgeführt hätte und auch danach israelische Zivilisten und Sicherheitskräfte bedroht habe.

„Im letzten Jahr hat dieser Erzterrorist den größten Teil des vom Gazastreifen ausgehenden Terrorismus verursacht. Er initiierte und plante viele Terroranschläge. Er feuerte Hunderte von Raketen auf die [israelischen] Grenzstädte. Er war eine tickende Zeitbombe.“

Dann lobte Netanjahu die israelischen Sicherheitskräfte für die gelungene Operation, sie würde zeigen, dass Israel seine Feinde überall erreichen könne.

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