MitgliederProphet Micha: Eine Stimme aus der Randbevölkerung

In der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts v. Chr. traten im Königreich Juda mehrere Propheten auf.

von Avshalom Kapach |
Foto: WikiCommons

Jesaja diente an den Höfen der Könige, unter der Elite und unter seinen Schülern und Weisen in Jerusalem. Am Rand der Bevölkerung diente Micha, er wandte sich an die Masse, das einfache, ärmere Volk. Als erster Prophet sprach er laut von der Zerstörung Jerusalems.

 Einige Prophezeiungen von Micha ähneln Prophezeiungen von Jesaja. Daran kann man sehen, dass Kritik nicht nur für eine bestimmte Bevölkerungsschicht gilt, sondern für das gesamte Volk. Micha kommt aus Marscha (Moreschet) am westlichen Randgebiet des Königreiches. Anders als bei anderen Propheten waren seine Verheißungen bewusst an das gesamte Volk adressiert. Seine Auslegungen stellt er nicht mit Visionen und symbolischen Handlungen vor. Wie seine Beziehung zu Gott war, erfahren wir im Buch Micha nicht. Auch wird nicht erklärt, wie er die Prophezeiungen von Gott bekam. Für den Propheten war klar, dass seine Prophezeiungen von einer unerschöpflichen Quelle der göttlichen Inspiration kamen, um dem Volk einen Spiegel vorzuhalten. „Höret doch dieses, ihr Häupter des Hauses Jakob und ihr Fürsten des Hauses Israel, die ihr das Gericht verabscheut und jede...

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