Palästinenserchef Machmud Abbas nimmt Beschuldigungen zurück

Am Freitag hatte der Vorsitzende der palästinensischen Autonomiebehörde, Machmud Abbas, eine Rede vor dem Europäischen Parlament gehalten. Er beschuldigte dabei israelische Rabbiner, die israelische Regierung aufgefordert zu haben, das Trinkwasser der Palästinenser zu vergiften, um sie zu töten. Nachdem die Nachrichtenagentur Reuters keinerlei Hinweise auf einen derartigen Aufruf finden konnte, nahm er seine Beschuldigungen zurück.

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Am Freitag hatte der Vorsitzende der palästinensischen Autonomiebehörde, Machmud Abbas, eine Rede vor dem Europäischen Parlament gehalten. Er übte scharfe Kritik an Israel und beschuldigte die israelische Armee, illegale Tötungen vorzunehmen. Abbas sagte weiter, seine Hände seien zum Frieden ausgestreckt. Die Palästinenser seien gegen den Terror, doch solange es keinen palästinensischen Staat gäbe und die Zwei-Staaten-Lösung nicht umgesetzt werde, würde der Konflikt weiter bestehen.

Dann beschuldigte Abbas israelische Rabbiner, die israelische Regierung aufgefordert zu haben, das Trinkwasser der Palästinenser zu vergiften, um sie zu töten. Das sei ein klarer Aufruf zum Massenmord am palästinensichen Volk, so Abbas. Er berief sich dabei auf eine Meldung der türkischen Medien, wonach ein Rabbiner namens Shlomo Mlma, angeblich Vorsitzender des Rabbiner-Rats der Siedlungen in Judäa und Samaria, die Siedler aufgerufen hätte, das Wasser der Palästinenser zu vergiften. Am Ende seiner Rede erhielt der palästinensische Präsident tosenden Beifall von den Parlamentsmitgliedern.

Nachdem die Nachrichtenagentur Reuters keinerlei Hinweise auf einen derartigen Aufruf finden konnte und es ihr auch nicht gelang, einen Rabbiner namens Shlomo Mlma oder den erwähnten Rabbiner-Rat ausfindig zu machen, stellte sich heraus, dass die ganze Geschichte nichts als eine Erfindung war.

Daraufhin veröffentlichte das Büro des palästinensischen Präsidenten folgende Erklärung: „Nachdem sich herausstellte, dass es die in der Rede erwähnte Forderung des Rabbiners nicht gegeben hat, möchte der Präsident betonen, dass es nicht in seiner Absicht lag, das Judentum oder das Jüdische Volk zu beleidigen und das aufgrund seines tiefen Respekts, den er allen Religionen und darunter auch dem Judentum, entgegenbringt.“

Abbas wies in der Erklärung die israelische Beschuldigung zurück, dass er antisemitisch sei und verurteilte die illegalen Aktionen der israelischen Regierung und der Siedler gegen das palästinensische Volk.

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