Mehrere Palästinenser, davon auch einige aus dem Gazastreifen, haben sich dazu entschlossen, Geld für den Bau einer Synagoge in Erinnerung an Reuven Schmerling zu spenden, der im Oktober 2017 von zwei Terroristen erstochen worden war.
Schmerling wurde am Tag der Feier seines siebzigsten Geburtstag in einem ihm gehörenden Lagerhaus in der Industriezone von Kfar Kasim von zwei Terroristen mit dem Messer erstochen. Seine Familie entschloss sich, zu seiner Erinnerung eine Synagoge in seinem Heimatort Elkana zu errichten. Sie starteten eine Kampagne, um Geld füt ihr Projekt zu sammeln.
Vor einigen Tagen bekam die Familie dann eine Spende, die sie sehr überraschte. Ein palästinensischer Geschäftsmann aus dem Gazastreifen spendete der Familie mehrere tausend Shekel für die Errichtung der Synagoge. Der Mann, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben wollte, beschrieb das Opfer als einen noblen und guten Mann. Er kannte ihn persönlich.
„Reuven hatte ein reines Herz“, erzählte er. „Er hatte jeden geliebt. Ich traf ihn im Jahr 1990, zu der Zeit, als ich Waren aus China importierte. Er war ein guter Mann. Was sie (die Terroristen) ihm angetan haben, ist schrecklich. Wenn es mehr Menschen wie Reuven geben würde, hätten wir schon längst Frieden.“
Danach meldeten sich noch weitere Palästinenser, die Reuven Schmerling persönlich gekannt hatten, bei der Familie, um Geld für die Synagog zu spenden, einige von ihnen aus dem Gazastreifen und aus Kfar Kasim.
Der Sohn des Opfers gab sich wenig überrascht darüber, Spenden von Palästinensern erhalten zu haben. „Mein Vater hatte immer arabische Freunde“, erzählte er. „Sie haben ihn geliebt und respektiert. Auch während der Trauerwoche bekamen wir Besuch von Arabern aus Gaza und aus Kfar Kasim, die uns ihr Beileid aussprachen.“
Den beiden Terroristen, die Reuven Schmerling erstochen haben, soll heute im Bezirksgericht von Lod das Urteil verkündet werden.
Die Familie setzt ihre Kampagne für die Errichtung der Synagoge zur Erinnerung an Reuven Schmerling fort.




