Neue Straßen für Judäa und Samaria

Verkehrsminister möchte mit neuem Projekt Judäa und Samaria aus der Isolation befreien

Neue Straßen für Judäa und Samaria
Hadas Parush/Flash90

Einem Artikel der Zeitung Israel Hayom zufolge soll die Infrastruktur Judäas und Samarias durch neue Bauprojekte deutlich aufgebessert werden.

„Souveränität durch Transport“ lautet das Konzept, welches Israels Verkehrsminister Bezalel Smotrich aktiv verfolgt. Die Siedlungen in Samaria und Judäa sollen durch neue Straßen, Zugverbindungen und weitere landesweite Projekte mit israelischen Städten verbunden und integriert werden. Die derzeitige Isolation solle durch die neue Verkehrsplanung beendet werden, erklärte der Minister. „Den Bewohnern dieser Gebiete, sowohl Israelis als auch Palästinenser, stehen keine ordnungsgemäßen öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung, sie haben keine Möglichkeit irgendwo hinzufahren. Das soll geändert werden, und zwar auf lange Sicht“, so Smotrich weiter. Die Region solle wie jede andere in Israel angebunden und integriert sein.

Um dieses Projekt in die Tat umzusetzen, hat der Verkehrsminister bereits ein separates Büro nur für die Planung in Judäa und Samaria eingerichtet und integriert dieses in nationale Projekte, sodass die Bewohner Judäas und Samarias langfristig eine Adresse für ihre Anliegen haben werden. Das bedeutet, dass eine Vielzahl von Themen, die bisher von staatlichen Stellen ignoriert wurden, nun auf angemessene Art beachtet werden. Somit werden auch endlich die Bewohner dieser Gebiete die in ganz Israel genutzte „Rav Kav-Fahrkarte“ benutzen können.

„Jahrelang werden die Straßen nur wegen der Koalitionsvereinbarungen innerhalb der Regierung geflickt, es gibt keine Langzeitlösung, das muss aufhören“, sagte Smotrich gegenüber der Zeitung Israel Hayom.

Die Erweiterung der Straße, die Jerusalem mit Gush Etzion verbindet, würde etwa 1 Milliarde Schekel (283 Millionen Dollar) kosten. Eine neue Hauptstraße von Gush Etzion weiter in Richtung Süden soll mit ähnlichen Kosten gebaut werden.

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