Wer in einem religiösen Stadtteil in Israel lebt, kann sich täglich an der Ansicht vieler Rabbiner erfreuen, die durch die Straßen laufen und über die Thora sprechen. Meine Nachbarn hier in Bet Shemesh sind ältere indische Juden, deren Tochter einen Briten geheiratet hat, der wiederum ein großer Gelehrter ist, der nicht nur über die Thora spricht, sondern seine Auslegungen sogar ausdruckt und an alle verteilt, die er auf der Straße trifft.
Auch mir hat Rabbi Yehonasan Geffen ein Blatt seiner „Dwar Tora – ein Wort über die Thora“ in die Hand gedrückt und ich möchte seine Gedanken hier zusammengefasst wiedergeben.
An diesem Schabbat lesen wir den letzten Abschnitt der Thora, Wesot Habracha, in der Mosche die Stämme Israels segnet und dann stirbt.
Die Thora schließt ihren jährlichen Zyklus mit einer ergreifenden Trauerrede für Mosche Rabbeinu (wir nennen ihn „Mosche unseren Lehrer“), die mit einem Lob auf „die starke Hand und die gewaltige Kraft, die Mosche vor den Augen ganz Israels vollbrachte“ endet. Rabbi Shlomo Yitzhaki („Raschi“), ein Gelehrter im 11. Jahrhundert, zitiert einen...
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